Gedichte: Arnim  Busch  Eichendorff  Goethe  Heine   Heym  Lessing  Morgenstern  Rilke  Ringelnatz 

Gedichte


Gedichte » Georg Heym » Abende im Vorfrühling


GEDICHTE
Neue Gedichte
Selten gelesen
Gedicht finden
Themen & Zeiten
Zufallsgedicht
Dichtergalerie
REDAKTION
Gästebuch
Gedicht des Tages
Veröffentlichen
Häufige Fragen
Kontakt
Impressum /
Datenschutz

WISSEN
Fachtermini

  
 

Abende im Vorfrühling

Dem Bettler stahlen Kinder seine Krücken.
Nun sitzt er schimpfend am Laternenpfahl.
Den Blick lockt an ein großes rotes Mal,
Das wuchernd zieht vom Halse zu dem Rücken.

Am Neubau hämmert in den harten Stahl
Ein Mann seit Stunden, daß er birst zu Stücken.
Ein Pärchen füttert Schwäne von den Brücken,
Um sich versammelnd ihre kleine Zahl.

Im Uferwalde brennt in gelbem Schein
Der Abendhimmel. Wolken ziehn zu paar
Darüber hin. Ihm wird der Glanz genommen.

Doch glänzt im ros’gen Blau der Edelstein
Des Abendsternes, einsam, rein und klar.
Es brennt zu hell. Zu Nacht wird Regen kommen.

12. Januar 1910

Georg Heym, 1910

  
  


Georg Heym   

Georg Heym


   


Vorheriges Gedicht von Heym Nächster Text von Heym
   Gefällt Dir das Gedicht von Heym?   ⇒ Kommentar/Rezension
  Weniger   Gut      Sehr gut   Ausgezeichnet     
 

 
   Frühlingsgedichte, die Sie interessieren könnten ⇒ Übersicht  
  Anton Alfred Noder: Und diese Abende! Die wunderbaren... 
  Sorge: Vorfrühling 
  Morgenstern: Vorfrühling Favorit unserer LeserFavorit unserer Leser
  Tucholsky: Vorfrühling Favorit unserer LeserFavorit unserer Leser


Gedichtsuche

  Nur im Titel suchen    
 

Konzept, Gestaltung und Inhalt © B. Ritter - Die Deutsche Gedichte-Bibliothek