Gedichte: Arnim  Busch  Eichendorff  Goethe  Heine  Heym  Lessing  Morgenstern  Rilke  Ringelnatz 

Gedichte


Gedichte » Wilhelm Hertz » Lyrisches » Trinkspruch


GEDICHTE
Neue Gedichte
Selten gelesen
Gedicht finden
Themen & Zeiten
Zufallsgedicht
Dichtergalerie
REDAKTION
Gästebuch
Gedicht des Tages
Veröffentlichen
Häufige Fragen
Kontakt
Impressum /
Datenschutz

WISSEN
Fachtermini

  
 

Trinkspruch

Das Mahl ist aus, die Lieder sind verklungen,
Mir glimmt noch einsam ein versinkend‘ Licht;
Sie haben all' von ihrem Lieb gesungen,
Mein Trinkspruch taugt für frohe Menschen nicht.
Dein denk' ich wohl, mein Lieb in dunkler Ferne,
Es glüht der Wein im Becher flammenroth,
Und nur belauscht vom letzten Blick der Sterne,
Unsel'ges Kind, trink' ich auf deinen Tod!

Noch schlummerst du, und deine Träume lachen
Verheißnem Glück in sel'ger Täuschung zu;
Dein Schlaf ist licht, doch finster dein Erwachen!
Weh' dir, Geliebte, warum liebtest du?
Du stehst allein, von aller Welt verlassen,
Und nur auf mich blickst du in deiner Noth.
O blicke weg! Dein Einz'ger muß dich lassen,
Unsel'ges Kind, und wünschet dir den Tod!

Mich hat mein Streben, hat mein Glück betrogen,
Was blieb dem Heimathlosen nun zurück?
Bergieb, daß ich dir Hoffnung vorgelogen,
Ich hoffte selbst ein schönes, schönes Glück!
Wer wird dir künftig deine Thränen stillen?
Wer steht dir bei in Einsamkeit und Noth?
Um dieser Thränen, dieses Jammers willen,
Unsel'ges Kind, trink ich auf deinen Tod!

Wilhelm Hertz
Aus der Sammlung Lyrisches

  
  


Wilhelm Hertz   

Wilhelm Hertz


   


Vorheriges Gedicht von Hertz Nächster Text von Hertz
   Gefällt Dir das Gedicht von Hertz?   ⇒ Kommentar/Rezension
  Weniger   Gut      Sehr gut   Ausgezeichnet     
 

 
   Gedichte, die Sie interessieren könnten ⇒ Übersicht  
19. Jahrhundert  • Tschabuschnigg: Trinkspruch 
18./19. Jh.  • Uhland: Das alte, gute Recht 
18./19. Jh.  • Uhland: Das alte, gute Recht Favorit unserer Leser
1871  • Leuthold: Trinkspruch 


Gedichtsuche

  Nur im Titel suchen    
 

Konzept, Gestaltung und Inhalt © B. Ritter - Die Deutsche Gedichte-Bibliothek