Einsamkeit in fahlen NächtenFahle hängt heute der Mond in den Bäumen,
seine Kälte lässt manche Seele gefrieren,
niemand vermag in den Nächten zu träumen,
viele verdammt, durch die Städte zu irren.
Ruhelos quält sich ein Mensch durch die Strassen
und düsterer Schatten schlägt sich im Gesicht,
von der Angst hin getrieben durch verlorene Gassen
und schwarze Gedanken verlassen ihn nicht.
Wohl kennt er sein Schicksal und weiß um die Nöte,
doch fehlt ihm die Kraft, seinem Los zu entfliehen,
kein Schein, dass eine helfende Hand sich ihm böte,
selbst Luna ist fahle vom Himmel gestiegen. © Anna Haneken, 2012
Aus der Sammlung Liebesgedichte |