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MITTAG

Warf mich früheres Erinnern
In die Schluchten des Vergang’nen,
Fand ich Blumen nur und Tiere,
Die versteint mich höhnend grüßten,
Rätselwälder voller Ängste,
Die in Todesschatten schwiegen,
Keines Menschen Angesicht.

Wende ich mich sinnend heute
Von der Höhe dieses Mittags
In die Täler jener Frühzeit,
Blicken aus den Blumen Schwestern,
Aus den Tieren reden Brüder,
Durch die Wälder klingt das Singen
Mir verbundener Genossen,
Und, was schon dem Tod verfallen,
Fang’ ich, daß es mir verbleibe,
In der Schlinge des Gedichts.

Stürz’ ich wieder in die Tiefe,
Wenn der Wahnsinn Selbstverlorener
Dieses Glückes Frieden störet,
Werd’ ich noch am Grund des Lebens,
Noch im letzten Glüh’n der Schlachten
Dich und mich und alle schauen,
Die den Namen führen: Mensch!

Heinrich Greif
Aus der Sammlung Ein Deutscher, dreißig Jahre alt

  
  


Heinrich  Greif   

Heinrich Greif


   


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