Zu meinem BildeDas ist der Mund, der deine Lippen küsste
Und deine Hände, deine Brust, dein Haar,
Das ist das Auge, das dich leuchtend grüßte
Und ganz von deiner Schönheit trunken war. –
Mir pocht das Herz, vorm Neid der Götter bange
In all dem Glücke, das sich so erfüllt. –
Oh, halt mich fest! Wer weiß, wer weiß wie lange –
Und deine Tränen rinnen auf das Bild! Ernst Goll
Aus der Sammlung Im bitteren Menschenland. Nachgelassene Gedichte. |