StraßenbildWenn ich abends durch die Straßen geh,
in den wogenden Troß der Massen seh,
taucht plötzlich beim bläulich elektrischen Licht
ein Antlitz auf - - - ganz wie dein Gesicht.
Und es krampft mir das Herz zusammen
und ich stehe wieder in Flammen
wie einst, wo du meinen Weg gestreift,
wie damals …
Und ich sehe entsetzt und suchend mich um,
fahl, schreckensblaß, doch mein Mund bleibt stumm,
denn ich weiß, daß die Liebe aufersteht
vom Todesschlafe - - - das Leid ist verweht,
vergessen, daß ich in stummer Qual
dir Rache geschworen wohl tausendmal.
Vorbei die Vision, vorbei das Gesicht,
rings Großstadt-Leben, und Menschen und Licht,
rings Wagengerassel und Weltstadt-Gebraus -
zur Einsamkeit flieh ich ….
nach Hause, nach Haus. Else Galen-Gube |