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Den wackeren Söhnen der Arbeit!

Arbeitergruß!

Schmäht mir den Mann der Arbeit nicht!
Dem Tropf, der’s wagt, ein Schlag ins Gesicht!
Seht mir zuerst den Mann auf dem Feld
Wie er so emsig die Pflugschar hält,
Wie er sein Land bebaut und besät,
Damit die Stadt nicht in Not gerät,
Denn wenn der fleissige Landmann nicht wär’,
Wo hatten die Städter ihr Brot wohl her.
Seht mir den Bergmann im tiefen Schacht,
Der die schwarzen Demanten an’s Licht gebracht,
Wie viele müssen ihr Leben verlieren,
Damit die Städter im Winter nicht frieren!
Wer gräbt uns das Gold und Edelgestein,
Wer erntet, keltert uns den Wein,
Wer baut uns Hütten und Paläste,
Wer schmückt, wer ordnet uns die Feste,
Wer fertigt uns die güldnen Ketten
Und muss sich des Nachts auf Lumpen betten,
Wer jagt uns den Zobel, den Hermelin
Womit sich schmückt die Königin.
Und wenn der Schuster, der Schneider nicht wär’
Zögen wir nicht noch nackt einher —
Die Lokomotive die Länder durchsaust,
Der Arbeitsmann baut sie mit kräftiger Faust —-
Und was uns der Geist des Forschers erdacht,
Der Arbeitsmann erst hat’s zur Tat gebracht!
Was wär’ ohne ihn die Industrie,
Der Arbeiter, nur er fördert sie.
Seht mir zuletzt noch den russigen Schmied,
Der den glühenden Stahl aus der Esse zieht,
Er schmiedet daraus ein wuchtiges Schwert,
Sagt, ist dieser Mann nicht ehrenwert?
Er schwingt selbst mit schwielig tapfrer Hand
Den Stahl und stirbt für sein Vaterland!
Drum schmäht mir den Mann der Arbeit nicht,
Dem Tropf, der’s wagt, ein Schlag ins Gesicht!
Achtet ihn hoch, ihn der all dies kann,
Hut ab vor dem Arbeitsmann!

Danny Gürtler
Aus der Sammlung Wahrheit - Lebensregel

  
  


Danny  Gürtler   

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