EinsamkeitEinsamkeit lässt die Seele frieren,
das Herz keinen Puls mehr spüren,
Hände ins Leere greifen,
Blicke im Nebel schweifen.
Sie stellt tausend bange Fragen,
ist oft nicht mehr zu ertragen.
Sie lässt, vom Verstand nicht zu fassen,
Träume platzen wie Seifenblasen.
Angst gedeihen, Hoffnung verbluten,
zu Stunden geraten Minuten.
Im träge fließenden Strom der Zeit,
Tage sich dehnen zur Ewigkeit.
Sie zählt keine Tränen, legt sich
aufs Gemüt,
ist verzehrendes Feuer, das nie verglüht.
Kein Mensch wird je wissen, wie lange
sie quält,
doch auch ihre Tage sind wahrlich gezählt.
Wie lange sie währt ist mit Sicherheit,
letztlich nur eine Frage der Zeit. © Günter Fritsch, 2012
Aus der Sammlung Hoffnung trägt zu neuen Ufern |