Viele ZeitenBei jedem Menschen kommen Tage,
die nicht so schön. Gar keine Frage.
Schon in der Früh beim Augenreiben
möcht´ man am liebsten liegen bleiben.
An solchem Tag, man merkt´s sofort
wär´ man so gern an andrem Ort.
Vielleicht in zeitlich weiter Ferne.
Ein Kind... ja Kind wär´ man so gerne.
Ganz ohne Schuldgefühl und Last
ganze ohne diese täglich Hast
Obgleich die Kindheit ist so weit
wünscht man zurück sich, in die Zeit,
des unbeschwerten Kinderlachens.
Der Streiche und des Späßemachens.
Das Ballspiel und das Murmel-Glück,
ach, hätt´ man davon noch ein Stück.
Doch jedes Ding hat seine Zeit
auch Zeit allein und Zeit zu zweit.
Die Zeit der Freude, Zeit der Trauer
nichts ist bei niemandem von Dauer.
Wenn wieder mal ein Tag so naht
der unbeirrt am Nerv Dir nagt,
erinnre Dich an schöne Tage!
Sie kommt... und sie vergeht, die Plage.
Heut´ ist die Zeit der Heiterkeit.
Nichts ist zu seh´n von Traurigkeit.
Kommt er, ….verlach den grauen Tag
ganz gleich, was er auch bringen mag.
Nur Zeiten schöner Tage zählen,
in jeder unsrer Menschenseelen.
Denn diese Tage bringen Glück.
Manchmal die Kindheit auch zurück.
Das Leben ist ein Karussel
mal dreht´s sich langsam und mal schnell.
Erst, wenn es aufhört, sich zu dreh´n,
dann, Mensch, wird’ s Zeit für Dich, zu geh´n. © Horst Fleitmann, 2016
Aus der Sammlung Nachdenkliches vom Menschen |