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Finkenlied

Das ist der Fink im wilden Hag,
Mit seiner rothen Weste;
Er singt so hell am frühen Tag
Und schmettert auf das beste.

Er singt von seinem schwanken Zweig
In wunderstarken Weisen
Uns Burschen, hoch am Felsensteig,
Und fängt uns an zu preisen:

"O daß mir's diese Maienzeit
So flott wie euch ergienge!
Daß mir ein feines Sommerkleid
Das Bein so glatt umfienge!

"Daß, Götter! ich des Bartes Zier
Um Kinn und Lippen fühlte!
Daß um die schlanken Lenden mir
Ein blankes Waffen spielte!

"Daß ich, wie ihr, mit frankem Hut
Den Morgen frisch durchzöge,
Und mit dem kecksten Dirnenblut
Zum heißen Tanze flöge!

"Im Felsenkeller kehret ein;
Herr Wirth, rasch auf die Füße! —
Nun trinken sie den Feuerwein-,
Wer an mit ihnen stieße!

"Was flieht ihr, Mägdlein, gleich den Reh'n?
Sie werden euch doch erjagen,
Und werden auf den grünen Höh'n
Von Lenz und Lieb' euch sagen!" —

Da lockt die Finkin weich und zart,
Er huscht ihr nach, der Losen; —
Vergessen hat er Wein und Bart,
Vergessen Hut und Hosen.

Johann Georg Fischer

  
  


Johann Georg Fischer   

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