EwigerOft schnitt ich ab in meinem Garten
Den kaum erschloßnen Blumenschaft,
Um einen neuen zu erwarten,
Voll frischen Triebs, voll junger Kraft.
Denn mich vergnügt die Blüthe nimmer
Mit aller ihrer Herrlichkeit,
An deren lebensvollsten Schimmer
Sich nicht ein Keim zur neuen reiht.
Und oft im höchsten Vollgenusse
Hat mich die Freude nicht gefreut,
Wenn sie von ihrem Ueberflusse
Die Gaben all' um mich gestreut.
Zu eines ew'gen Werdens Sonne
Durst' ich unendlich aufzublühn,
Und keine letzte Liebeswonne
Soll mir dein freudig Auge sprühn. Johann Georg Fischer |