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Der seltene Vogel

Geht ein kleiner Mann spazieren,
Unterm Schirm spazieren.
Kommt ein Sturmwind um die Ecken,
Ei, wie that das Männlein erschrecken.
Könnte sich verlieren.

Macht der Wind kein Federlesen,
Gar kein Federlesen,
Und nun muss das Männlein fliegen,
Hui, wie ist es aufgestiegen,
Wie ein Flügelwesen.

Fliegt das Männlein eine Stunde,
Eine ganze Stunde,
Kräht vor Angst wie eine Krähe,
Liegt der Jäger auf der Spähe,
Jäger mit dem Hunde.

Puff! den Vogel muss er haben,
Muss den Vogel haben.
Und das Männlein, ohne Flügel,
Saust in einen Maulwurfshügel,
Denkt, es wird begraben.

Blafft der Hund und scharrt und schnuppert,
Hat es bald erschnuppert.
Ist kein Tröpfchen Blut geflossen,
Nur sein Höschen ist durchschossen,
Und sein Herzchen bubbert.

Klopft der Jäger ihm die Kleider,
Klopft ihm ab die Kleider.
That es links und rechts umdrehen
Und den Vogel sich besehen,
Ei, da war's ein Schneider!

Gustav Falke, 1902
Aus der Sammlung Hohe Sommertage

  
  


Gustav Falke   

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