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Nichts ist, wie es scheint – Cia Loren

Jedes mal, wenn ich dich sehe,
wird mein Herz mir leicht und warm.
Doch, wenn ich nachhause gehe,
fühl ich mich leer, fühl ich mich arm.

Bin zwar gestärkt durch deine Nähe,
doch finde mich dann so allein.
So sehr ich mich nach dir auch sehne,
siehst du in mich nicht tief hinein.

Wie sollst du auch? Ich darf's nicht zeigen,
zu groß die Angst, dich zu verlieren.
Und, ja, so wird wohl ewig bleiben
die Lücke, dich niemals zu spüren.

Keine Kleine, eine Kluft!
ist es, die dies in mir lässt.
Oh, es raubt mir jäh die Luft,
wenn du mich auch nur leichte fässt.

Ich würd dir gern, zu gern nur offenbaren,
was hier in mir so vor sich geht.
Doch wer wird mich dann nur bewahren,
wenn man so alleine steht?

Es ist das Ehrlichste, zu spüren,
was ich stets für dich gespürt.
Doch wohin unsre Wege führen?
Ob unser Weg zusammenführt?

So oft ich frag: Was wär gewesen,
wenn die Zeit die andre wär?
Doch ich kann nicht Zukunft lesen,
Vergangenes ändern fällt mir schwer.

Doch wenn ich wann verreisen werde,
zu Ende geht das alte Jahr
und Schnee liegt über dieser Erde,
dann sollst du wissen, wer ich war.

Dann sollst du Gefühle kennen,
die von Anfang an nur rein.
Dann hört auf das ewge Rennen
und dann, dann darf ich bei dir sein.

© Sebastian Dommel, 2011

  
  


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