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Gedichte » Zeitgenössische deutsche Dichtung » Sebastian Dommel » Öffne dein Herz, fürchte keinen Schmerz


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Öffne dein Herz, fürchte keinen Schmerz

Gestern hatte ich einen Traum.
Ein Engel ist mir darin begegnet
Und führte mich durch einen Raum.
Dies öffnete mein Blickfeld.
Der Raum war voller Erinnerungen,
Gefüllt von manch Gefühlen
Und Fragen, welche wühlen,
Die entstanden nach Begegnungen.

Der Engel führte mich in andre Zimmer,
Eines war mit Blumen gefüllt,
Ihre Blüten waren geöffnet nimmer.
Ein seltsames Gefühl mein Herz erfüllt.
Der Blumen Blüten waren verschlossen,
Verschlossen wie mancher Menschen Herz,
Sich zu schützen vor dem schlimmen Schmerz,
Verschlossen, weil kein Licht sich ergossen.

In diesem Zimmer machte ich Rast,
Brauchte einen Moment um nachzudenken.
Der Engel bei mir verfiel nicht in Hast,
Er half mir meine Gedanken zu lenken.
Er berührte sanft meine Hand,
Ich spürte eine Wärme – ungekannt,
Ein Gefühl ich so selten empfand,
Im glänzenden Licht er nun verschwand.

Die Blumen blühten – wunderschön.
In allen Formen und Farben unermessen,
Ein Bild so traumhaft, ich nie gesehen,
Ein Anblick, ich werde nie vergessen.
Weiter ging ich, allein, in aller Ruh.
Im nächsten Raum der Engel stand,
Endlich habe ich ihn erkannt:
Dieser Engel, das warst Du.

© Sebastian Dommel, 2009

  
  


Sebastian Dommel   

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