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Die Stunde stirbt wie in dem Wind die Frucht

Es rollen die Äpfel Dir vor die Füße am Weg,
Augustwind bläst mit vollen, warmen Backen,
Die Ähren stehen struppig, gelb und träg,
Und Wolken wandern, wie Berge mit gläsernen Zacken.
Mein Haus liegt dort unter den gläsernen Bergen
Und atmet Menschen ein und atmet Menschen aus.
Tage wie Riesen, Tage gleich den Zwergen
Trafen sich oft um Mitternacht am Haus.
Des Windes Fahne rauscht am Dach vorüber,
Die Sommerstund enteilt auf blauem Kahne,
Die Gläserberge werden matt und trüber,
Und keine Stunde, ob ich sie auch mahne,
Stillt ganz der Sehnsucht ewige Lebenswunde.
Die Stunde stirbt, wie in dem Wind die Frucht,
Und wenn nicht Liebe sie vertraut umwirbt,
Die Stunde, wie der Apfel an dem Weg, verdirbt.

Max Dauthendey
Aus der Sammlung Lieder der Vergänglichkeit

  
  

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