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Zeiten und Zustände im November

Diese trüben Tage in deinem Gehirn,
mit tausend Fragen hinter der Stirn.
Die Wolken, die dich ins Bett vertreiben,
hier könntest du weinend liegen bleiben.

Der innere Schmerz stellt alles infrage,
und dunkel ist´ s  am hellen Tage.
Kein Wort, keine Blume tröstet dich,
spricht jemand lieb, weinst du bitterlich.

Und dann dieser November- Mond,
der über deinem Hause thront,
zieht deine Luft und deine Kraft,
saugt an deinem Lebenssaft.

Vom Weltschmerz trägst du eine Portion,
in dieser bedrohlichen Situation.
Du musst wieder die Kurve kriegen
und den Seelenkampf besiegen!

Dir ist doch nur dies eine Leben
so großzügig mitgegeben.
Drum sollst du wieder lieben, lachen
und ganz verrückte Sachen machen!

Raus aus dem Sumpf, aus dem Loch,
weg  mit diesem  Seelenjoch.
Hoffentlich kommt bald Sonnenschein
und scheint dir in dein Herz hinein.

© Roswitha Budinger, 2016
Aus der Sammlung Zeit

  
  


Roswitha  Budinger   

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