Hohe EinsamkeitIm Arvenwalde weht der Wind,
Erzählt von frühen Zeiten,
Die längst im See versunken sind
Und sich nun vorbereiten,
Aus ihrem Schlafe aufzustehn,
Mit urvertrautem Blicke
Ins nackte Menschenherz zu sehn
Und seine Glutgeschicke
In ihrer grünen Schauerfiut,
Der gläsernen, zu spiegeln,
Die Pracht, die in den Klüften ruht,
Dem Kämpfer zu entriegeln,
Daß er mit sichern Augen schaut,
Tief durch die wirre Welle
Des Tags, wo seine Seele blaut
In ungetrübter Helle. Emanuel von Bodman
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