Das Kreuz der EinsamkeitEs ist
dumm und sinnlos,
sich zu beklagen,
denn die
gleichgültigen
Sterne am Himmel
antworten nicht
auf meine Fragen.
Niemand wird mir sagen,
warum
ich verdammt bin,
das schwere Kreuz
der Einsamkeit zu tragen.
Ich lebe nicht
in der Wüste
als Eremit
mit ausgeglichenem
Gemüt.
Mein Los
ist schlimm
und schwer,
denn ich bin
ein Fisch
im Menschenmeer
der Stadt,
ohne göttlichen
Segen,
einsam und verlassen.
Nicht alle Fische,
die sich dort
bewegen,
passen
zu den salzigen Gewässern
im grauen Alltagsleben.
Mein Streben
geht nicht
nach falscher
Geselligkeit,
sondern
nach sinnvollem
Zusammenleben
mit jenen wenigen,
die sich noch
an den Gaben
des Geistes erlaben.
Vergeblich
suche ich
einen Widerschein
der Träume,
die sich
in mir weben.
Ich bin
mit ihnen
immer allein.
Und
kein äußerlicher
Anklang
ist mir gegeben.
In den Tiefen
meiner Seele
verloren,
schallen und wallen
Fantasiegestalten,
unerschaffen
und ungeboren.
Sie harren
auf den wahren
Ansporn,
der sie endlich
zu einem wirklichen,
hektischen
Leben und Wirken
erkoren.
Die Traumwelt
in meinem Innern
ist ohne Anklang
verdammt,
zu verkümmern
und sich
zu verheeren -
in selbstzerstörender
Gewalt,
verschwindend
wie ein Gesang,
der in den dunklen
Leeren des Nichts
lautlos verhallt. © Arie Ben-Chorin
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