Gedichte:  Arnim  Busch  Eichendorff  Goethe  Heine  Heym  Lessing  Morgenstern  Rilke  Ringelnatz 

Gedichte


Gedichte » Achim von Arnim » Die Diebsstellung


GEDICHTE
Neue Gedichte
Selten gelesen
Gedicht finden
Themen & Zeiten
Zufallsgedicht
Dichtergalerie
REDAKTION
Gästebuch
Gedicht des Tages
Veröffentlichen
Häufige Fragen
Kontakt
Impressum /
Datenschutz

WISSEN
Fachtermini

  
 

Die Diebsstellung

Mündlich.

Maria in den Garten trat,
Begegnen ihr drey Jüngling zart.

Der erste war Sankt Daniel,
Dann Raphael, dann Michael.

Sankt Daniel zu ihr da lacht,
Die Jungfrau spricht: »Was hast gelacht?«

Sankt Daniel spricht: »Ich wacht zu Nacht,
Zwey Dieb die hatten sich erdacht:

Vermassen sich wohl zu geschwind,
Zu stehln dein allerliebstes Kind.«

Sie spricht: »Das wird nun werden gut,
Dann wer mein Kindlein stehlen thut,

Den müst ihr binden an die Schwell,
Daß er nicht kann von seiner Stell.«

»Sankt Raphael, Sankt Michael,
ihr bindet ihn da an die Stell.«

Sankt Daniel sprach: »Ey seht nur an,
Da stehen sie noch Mann für Mann.

Der Schweiß der läuft von ihnen sehr,
Die wagen umzusehn nicht mehr,

Gebunden sind in eiserm Band,
An Gottes Erd, von Gottes Hand,

Sie stehen da wie Stock und Stein,
Bis sie die Stern gezählet ein,

Bis sie den Sand am Meer gezählt,
Die ungebornen Kind der Welt.«

Maria sie aus Banden nahm,
Wer Rechtes thut hat keine Scham.

Achim von Arnim

  
  


Achim von Arnim   

Achim von Arnim


   


Vorheriges Gedicht von Arnim Nächster Text von Arnim
   Gefällt Dir das Gedicht von Arnim?   ⇒ Kommentar/Rezension
  Weniger   Gut      Sehr gut   Ausgezeichnet     
 

 
   Gedichte, die Sie interessieren könnten ⇒ Übersicht  
18./19. Jh.  • Brentano: An dem Feuer saß das Kind... Favorit unserer LeserFavorit unserer Leser
19. Jahrhundert  • Groth: Das Kind fällt 
2008  • Rieche: Kind der Zeit 
Aufklärung  • Ewald: Das Kind und die Mutter Favorit unserer Leser


Gedichtsuche

  Nur im Titel suchen    
 

Konzept, Gestaltung und Inhalt © B. Ritter - Die Deutsche Gedichte-Bibliothek