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Verwandte Gedichte

 Dauthendey, Die Spiegel 
 Logau, An eine fürstliche Person 
 Ringelnatz, Lampe und Spiegel 
 Schults, Der Sonne Spiegel 

 

Die Spiegel

Max Dauthendey


Warum werden Spiegel im Alter matt?
Weil jeder maßlos genossen hat.
Denn sind sie glücklich, die schönen Frauen,
Tun sie geschwind zu dem Spiegel schauen.
Und mußten zarte Frauen mal weinen,
Trocknen am Spiegel die Tränen, die feinen.
Immer müssen die heimlichsten Frauen
Herzenswünsche dem Spiegel vertrauen.
Wie oft habe ich einen Spiegel beneidet,
Weil meine Liebste sich an ihm weidet!
Wie oft habe ich ihren Spiegel verflucht,
Da ich warten mußte, wenn sie ihn besucht
Gar manche hat alle Männer verhöhnt
Und lächelnd nur ihren Spiegel verwöhnt.
Ich schlüge gern all' die Spiegel ein,
Sie verführen die Frau'n durch Schmeichelein.
O Gott, wenn ich selbst doch ein Spiegel war!
Denn jede trennt sich von ihm so schwer.

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Max Dauthendey

Max Dauthendey

An eine fürstliche Person

Friedrich von Logau


Wann Ihr für dem Spiegel steht, immer, Fürstin, zweiffelt mir,
Ob der Spiegel spiegelt Euch, ob dem Spiegel Spiegel Ihr.

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Lampe und Spiegel

Joachim Ringelnatz


"Sie faule, verbummelte Schlampe!"
sagte der Spiegel zur Lampe.
"Sie altes, schmieriges Scherbenstück!"
gab die Lampe dem Spiegel zurück.

Der Spiegel in seiner Erbitterung
bekam einen ganz gewaltigen Sprung.
Der zornigen Lampe verging die Puste:
Sie fauchte, rauchte, schwelte und rußte.

Das Stubenmädchen ließ beide in Ruhe
und doch - man schob ihr die Schuld in die Schuhe.

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Der Sonne Spiegel

Adolf Schults


Ich bin der Sonne Spiegel gewesen,
Sie hatte dazu mich auserlesen!
So meint der winzige Tropfen Thau
Und stirbt zufrieden auf grüner Au.

Ich bin der Sonne Spiegel gewesen,
Sie hatte dazu mich auserlesen!
So murmelt der Bach auf seinem Gang
Und zieht gar fröhlich das Thal entlang.

Ich bin der Sonne Spiegel gewesen,
Sie hatte dazu mich auserlesen!
So sagt der See, und harret still
Ob morgen sie wieder sich spiegeln will.

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Adolf Schults

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