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Verwandte Gedichte

 Friedrich Rückert, Lasset uns streuen Rosen und Lilien 
 Morgenstern, Rosen im Zimmer 
 Knodt, Ewiger Rosenmond 
 Christian Wagner, Rosen im Garten 

 

Lasset uns streuen Rosen und Lilien

Friedrich Rückert


Lasset uns streuen Rosen und Lilien!
Sollten uns reuen Rosen und Lilien?
Da ihr verblüht seid, unsere Freude,
Sollten uns freuen Rosen und Lilien?
Euerem Welken gleich zu verwelken
Sollen sich freuen Rosen und Lilien.
Wollen zu blühen, da ihr verblüht seid,
Doch sich nicht scheuen Rosen und Lilien?
Fröste des Frühlings sollen mit frühem
Tode bedräuen Rosen und Lilien.
Und mit dem Glutpfeil treffe die scharfe
Sonne des Leuen, Rosen und Lilien!
Aber es blühn auf euerem Grabe
Immer vom neuen Rosen und Lilien.
Euer zu denken, wollen uns mahnen
Eure Getreuen, Rosen und Lilien.
Und es erneut sich euer Gedächtniß,
Wo sich erneuen Rosen und Lilien.

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Friedrich  Rückert

Friedrich Rückert

Rosen im Zimmer

Christian Morgenstern


Ich stand, eine Vase
voll üppiger Rosen,
auf einer Konsole
am Lager der Liebsten
und goß überschwängliche
Gluten und Düfte
ins mondige Dämmer
der magdlichen Kammer.
Aufseufzte das Mädchen
und streckte das weiße
Gelenk ihrer Linken
nach mir und umschloß mich
und hob mich hinüber -
und alles im Schlafe.
Da schwankte die Vase,
und all meine Rosen
entfielen ihr lodernd
und hüllten in Purpur
das brüstliche Linnen:
Aufschlugen erschreckt sich
zwei glänzende Augen -
und sahn mich, den Menschen,
sich über sie beugen ...
Ich aber - ihr Götter! -
mich über sie neigend,
ich ward meines Kusses
betrogen! -: Nur Rosen,
worauf ich mich neigte!
Kein Liebchen, kein Lager,
kein Zimmer, kein Ort mehr -
nur Rosen, nur Rosen!
Ich stürzte in Rosen -
durch Rosen - auf Rosen ...
bis quälende Schmerzen
der Schläfe mich weckten.

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Christian Morgenstern

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Ewiger Rosenmond

Karl Ernst Knodt


Sieben wilde Rosen hast du mir gebracht,
Sieben Rosen, aufgeblüht in einer Nacht.

Sieben Liebesflammen glühn im Herzen mein,
Einend ihre Gluten mit der Rosen Schein.

Hell an jedem Morgen eine neue glüht,
Dass die Woche wie in lauter Rosen blüht.

Und sie leben nicht nur einen Sommer lang:
Sie umlodern leuchtend meinen Lebensgang.

Jeder Tag getaucht in Liebesrosenrot -
Und mit ewigen Rosen noch bekränzt der Tod.

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Rosen im Garten

Christian Wagner


Ihr Rosen in meinem Garten,
Ihr Rosen möget nicht warten
Auf eine trautere Stätte
Als mir am Herzen; - denn hätte
Jedes die Rosen des andern
Bei seinem Seligkeitswandern
In längst entschwundenen Tagen
Nicht schon am Herzen getragen?

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