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Verwandte Gedichte

 Ingrid Herta Drewing, NOVEMBER 
 Heym, Durch herbstliche Alleen... 
 Heym, Der herbstliche Garten 
 Heine, Der bleiche, herbstliche Halbmond 

 

NOVEMBER

Ingrid Herta Drewing


Schwarzbefrackte kahle Bäume

stehen nass in den Alleen.

Nebel löscht die Farbenträume

schweigend im Vorübergehn.



Und die Häuser, müd und leise,

ducken sich im Nebelhauch.

Einsam klingt der Krähen Weise,

überm Dache kriecht der Rauch.

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Ingrid Herta  Drewing

Ingrid Herta Drewing

Durch herbstliche Alleen...

Georg Heym


Durch herbstliche Alleen
Geht nun dein später Schritt
Und tote Blätter wehen
Auf unter deinem Tritt.

Du wendest dich im Schreiten
Am Tore zögernd um,
Noch immer winkt im Weiten
Ein kleines Tuch dir stumm.

Da fühlst du tief im Herzen
Was dieser Tag verlor,
Und die verhaltnen Schmerzen
Kommen wieder hervor.

Es will dir da erscheinen,
Wo deine Heimat nur,
Du wirfst dich hin mit Weinen
In die verlaßne Flur.

Der erste von den Sternen
Steht schon am Himmelszelt,
Der deinem Schmerz von Fernen
Die ernste Wache hält.

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Georg Heym

Georg Heym




Der herbstliche Garten

Georg Heym


Der Ströme Seelen, der Winde Wesen
Gehet rein in den Abend hinunter,
In den schilfigen Buchten, wo herber und bunter
Die brennenden Wälder im Herbste verwesen.

Die Schiffe fahren im blanken Scheine,
Und die Sonne scheidet unten im Westen,
Aber die langen Weiden mit traurigen Ästen
Hängen über die Wasser und Weine.

In der sterbenden Gärten Schweigen,
In der goldenen Bäume Verderben
Gehen die Stimmen, die leise steigen
In dem fahlen Laube und fallenden Sterben.

Aus gestorbener Liebe in dämmrigen Stegen
Winket und wehet ein flatterndes Tuch,
Und es ist in den einsamen Wegen
Abendlich kühl, und ein welker Geruch.

Aber die freien Felder sind reiner
Da sie der herbstliche Regen gefegt.
Und die Birken sind in der Dämmerung kleiner,
Die ein Wind in leiser Sehnsucht bewegt.

Und die wenigen Sterne stehen
Über den Weiten in ruhigem Bilde.
Laßt uns noch einmal vorübergehen,
Denn der Abend ist rosig und milde.

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Georg Heym

Georg Heym

Der bleiche, herbstliche Halbmond

Heinrich Heine


XXVIII

Der bleiche, herbstliche Halbmond
Lugt aus den Wolken heraus;
Ganz einsam liegt auf dem Kirchhof
Das stille Pfarrerhaus.

Die Mutter liest in der Bibel,
Der Sohn, der starret ins Licht,
Schlaftrunken dehnt sich die ältre,
Die jüngere Tochter spricht:

Ach Gott, wie einem die Tage
Langweilig hier vergehn!
Nur wenn sie einen begraben,
Bekommen wir etwas zu sehn.

Die Mutter spricht zwischen dem Lesen:
Du irrst, es starben nur Vier,
Seit man deinen Vater begraben
Dort an der Kirchhofstür.

Die ältre Tochter gähnet:
Ich will nicht verhungern bei euch,
Ich gehe morgen zum Grafen,
Und der ist verliebt und reich.

Der Sohn bricht aus in Lachen:
Drei Jäger zechen im Stern,
Die machen Gold und lehren
Mir das Geheimnis gern.

Die Mutter wirft ihm die Bibel
Ins magre Gesicht hinein:
So willst du, Gottverfluchter,
Ein Straßenräuber sein!

Sie hören pochen ans Fenster,
Und sehn eine winkende Hand;
Der tote Vater steht draußen
Im schwarzen Predgergewand.

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Heinrich Heine

Heinrich Heine

 



















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