Ich weiß eine Kirche;
hochschlanke Säulen
tragen ihr köstliches Dach.
Nach Ewigkeit riechts
in ihrer Halle,
nach feuchtem Moder
und verborgenen Narzissen.
Liebfromme Sänger
singen Cantaten,
und amt den hohen
luftigen Thoren
wachen Winde
mit geschlossenen Flügeln.
Über den Säulen aber
Sah ich walten
das herrlichste Gnadenbild:
Die Morgensonne
tränkte die durstigen Wipfel der Bäume
mit frischen Quellen
stärkenden Lichts ...
O Wald, Wald,
du von heimlichen Liebesworten Gottes
Erklingender!
In Mariazell vor dem Gnadenbild
Knieen die Pilger aus fernem Gefild.
Im Opfer der Wünsche, die früher empört,
Fühlt jeder zur Stelle schon halb sich erhört.
Da schreit ein Eifrer mit glühendem Blick,
Das Bild sei als Bild auch ein Meisterstück.
Die Gläubigen sehen genauer hin
Und jetzt erst belehrt sie der eigene Sinn,
Als kritische Note zum gläubigen Text,
Das Wunderbild sei nur eben geklext.
Du harrst umsonst. Ist Der auch hin
Und schläft in ruh wo keiner ihn
Entdecken wird - mein blut ward kühl
Ich geh an bord seh dich nicht mehr.
Als er erwürgt zur klippe sank
Floh weit wie je das nahe glück.
Du ahnst wol viel das lezte kaum ..
Wild lockt das meer nie werd ich dein.
Ich weiss du weinst wenn abends spät
Dir botschaft kommt ich sei schon fern -
Mein schiff mein freund - bis sich beim werk
An fremdem strand mein loos erfüllt.
Wir all sind bös doch du bleib rein!
Bald klagst du sanft und flichst den kranz
Fürs gnadenbild am felsgestad
Und flehst um dein und um mein heil.