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Verwandte Gedichte

 Leuthold, Nacht 
 Bewer, Entschlummerung 
 Mayer, Die Abendglocken 
 Rittershaus, Horch, die Abendglocken klingen 

 

Nacht

Heinrich Leuthold


Der Westwind streichelt die Locken
Schauernder Bäume; wie Schnee
Hallen die Blüthenflocken...
Klänge der Abendglocken
Zittern über den See.

Oben im Wolkenlosen
Kreiset der Sterne Lauf;
Doch unter Küssen und Kosen
Gehen hier unten Rosen,
Rosen und Lieder auf.

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Entschlummerung

Max Bewer


Schon ist die Welt in Gott entschlafen,
Und ich entschlummre nun in Dir ...
Du bist mein Haus, Du bist mein Hafen,
Bist Himmelreich und Heimat mir;

Du meiner Seele dunkles Locken,
Du meines Herzens tiefste Ruh,
Es läuten sich wie Abendglocken
In unserer Brust die Seelen zu!

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Die Abendglocken

Karl Mayer


Wie schwammen die Augen in frischem Glück
Und hallt' es dem Ohre so friedlich zurück!
Die Abendglocken erhoben ihr Lied,
Das der Himmel mir so zu verstehen beschied:

Wohl bebt in metallenen Schwingungen dies:
Wie lag ich in Banden im Erdenverließ!
In die Lüfte des Himmels wie schall' ich nun frei
Und winke die ewigen Sterne herbei!

Entfernter Geläute durchklang nun den Raum
Melodisch; ich horchte, doch sonderte kaum,
Was aus der Töne mildwechselndem Chor
Von sanfter Bedeutung sich zu mir verlor.

Du, Stimme dort, griffst mir zurück in die Zeit,
Tief schöpfend aus grauer Vergangenheit!
Fromm bebten die herzen der Väter dir schon,
Nun mahnst du, die Zeugin der Toten, den Sohn!

Dann traulich in andrer, mildlautender Art,
Galt Schwester-Begrüßung der Gegenwart
Und hallte den Lebenden, Emsigen zu:
O löset die Sorgen in feiernde Ruh'!

Doch, jeder noch weiter vernommne Klang
Entschwindet der Sprache mitteilendem Drang.
Gerückt aus der Zeit, aus der Erde Bereich
Erhob sich der Geist in das künftige Reich.

Dem sehnenden Herzen Unendliches schon
Besagte der Glocken verhallender Ton
Und schließlich erteilten sich alle Bescheid:
Gelobet sei Gott uns in Ewigkeit.

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Karl Mayer

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Horch, die Abendglocken klingen

Friedrich Emil Rittershaus


Horch, die Abendglocken klingen
Und es singt die Nachtigall,
Und die Abendwinde singen
In den Schlaf die Blumen all‘.
Und die Blumen schlafen alle
Unter Freudestränen ein,
Und die Blumen träumen alle
Von der Sonne gold’nem Schein.

Und der Nachtigall Gesänge
Trägt in’s Lan hinaus der Wind,
Und es hört die holden Klänge
In dem Traum ein holdes Kind.
Aus dem maiengrünen Baume
Klingt des Vögleins Liebesflehn,
Und die Schöne meint im Träume
In des Liebsten Aug‘ zu sehn!

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Friedrich Emil Rittershaus

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