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Verwandte Gedichte

 Binding, Die Gefesselte 
 Petzold, Der ruhige Strom 
 Mayer, Im Strom der Düfte 
 Rittershaus, Der Strom im Lenz 

 

Die Gefesselte

Rudolf G. Binding


Wie über tiefe Wasser
ging ein Gelüst.
Da hast du mich aus blasser
Sehnsucht geküsst.

Erschrakst in deinen Fesseln
ob dem was dich heischt.
Wardst doch von heißen Nesseln
süß hingepeitscht.

Es schnitten dir die Fesseln
tief in das Blut.
Du bogst dich unter den Nesseln
stöhnend vor Glut.

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Der ruhige Strom

Alfons Petzold


Es wogt der Strom bedächtig in dem zarten
Geleucht des Morgens an der Stadt vorbei.
Die starke Wildheit seines Wesens ruht.
Seit ihm die Sterne nächtlich offenbarten,
Was aller Dinge Weg zur Größe sei,
Ist er so worden: weise, still und gut.

Im bleichen Spiegelkreis der Sternenflächen
Sah er im Bilde, wie das Weltall schafft
Durch stilles Mühen seine Ewigkeit.
Und unserm Strom mit seinen hundert Bächen
Ward es bewußt: "Die allerhöchste Kraft
Entspringt nur fröhlicher Gelassenheit!"

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Im Strom der Düfte

Karl Mayer


Die blaue Luft
Ist lauter Duft,
Ein süßer Strom
Von Waldarom.

Darauf hervor
Aus grüner Nacht
Schifft mit Rumor,
Doch leichter Fracht,
Um Aug' und Ohr
Waldbienenchor.

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Der Strom im Lenz

Friedrich Emil Rittershaus


Es bricht der Strom mit wildem Grollen
Im Lenze sich aufs Neu‘ die Bahn
Und türmt des Eises mächt’ge Schollen
Zu Bergen rings am Ufer an.

Aus grauen Wolken stürzt der Regen;
Die Wogen brausen windgehetzt,
Doch milde naht der Frühlingssegen
Und milde wird der Strom zuletzt.

Die Vögel ihre Nester bauen
Ans neubegrünte Ufer dicht,
Und mit den blauen Augen schauen
Gen Himmel die Vergissmeinnicht.

Kaum rauscht der Strom; er möchte ziehen
Nur ungern aus dem Blumenschoß,
Doch rastlos immer weiter fliehen
Ist eines Stromes ew’ges Los!

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Friedrich Emil Rittershaus

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