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Verwandte Gedichte

 Rilke, Das XX. Sonett 
 Logau, Die Faste 
 Logau, Tod ein Außgleicher 
 Logau, Ein andres 

 

Das XX. Sonett

Rainer Maria Rilke


Zwischen den Sternen, wie weit; und doch, um wievieles noch weiter,
was man am Hiesigen lernt.
Einer, zum Beispiel, ein Kind... und ein Nächster, ein Zweiter -,
o wie unfasslich entfernt.

Schicksal, es misst uns vielleicht mit des Seienden Spanne,
dass es uns fremd erscheint;
denk, wieviel Spannen allein vom Mädchen zum Manne,
wenn es ihn meidet und meint.

Alles ist weit -, und nirgends schließt sich der Kreis.
Sieh in der Schüssel, auf heiter bereitetem Tische,
seltsam der Fische Gesicht.

Fische sind stumm..., meinte man einmal. Wer weiß?
Aber ist nicht am Ende ein Ort, wo man das, was der Fische
Sprache wäre, ohne sie spricht?

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Die Faste

Friedrich Logau


So gute Fische häuffig essen,
So ohne Maß den Wein vermessen
So viel als fasten heissen sol,
So fastet der so gut und wol,
Der, wann er wil ein Hun verzehren,
Nur meint, als wann es Fische wären.

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Tod ein Außgleicher

Friedrich von Logau


Fleisch, das in dem Leime wohnet, lebt in Müh bey schlechter Kost;
Fleisch, das in den Steinen wohnet, lebt in Pracht und eitler Lust;
Fleisch im Leime, Fleisch in Steinen macht deß Todes freyer Raub,
Das, wie jenes also dieses, iedes wird ein leichter Staub.

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Ein andres

Friedrich Logau


Niemand hat noch iemals sein eignes Fleisch kunt hassen;
Solt uns dann Gottes Sohn zu lieben unterlassen?
Sein Fleisch ist unser Fleisch; drum wird er unser Freund,
Daß er es so mit uns, wie mit ihm selbsten meint.

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