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Verwandte Gedichte

 Spitzweg, Ständchen 
 Leonhardt, Stille, stille! 
 Engelke, Dorfabend 
 Friedrich Heinrich Oser, Ach wie stille, ach wie stille 

 

Ständchen

Carl Spitzweg


Dir, Holde, tief im Schlummer,
Dir sei mein Sang geweiht!
Doch nicht soll er dich wecken
Aus Traumes Seligkeit.
Die Töne, leise schwebend
Ums Atmen deiner Brust,
Sie sollen nur geleiten
Des Schlummers süße Lust!
Stille - Stille -

Sanft träume - sanft erwache,
Und wenn dein Aug erhellt,
So finde sonnig strahlend
Noch schöner dieseWelt.
Stille - Stille -

Und ist der Sang verklungen,
Verhallet Ton und Wort,

Dann zieht in aller Stille
Der Sänger wieder fort.
Er küßt nur noch die Blumen,
Die an den Fenstern blühn,
Und nimmt mit heim im Busen
Noch heißres Liebesglühn!
Stille - Stille -

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Carl Spitzweg

Carl Spitzweg

Stille, stille!

Karoline Leonhardt


Stille, still! das sag' ich dir,
Vöglein, rege nicht die Schwingen,
Denn die Holde schlummert hier,
Will den schönsten Traum ihr bringen!
Stille, stille!

Stille, stille! Bach der Au,
Blüten, laßt euch freudig pflücken,
Sollet ja der schönsten Frau
Jetzt die Schlummerstätte schmücken.
Stille, stille!

Stille, stille! Käferlein,
Wag' es ja nicht, sie zu necken,
Sie zu küssen, - ich allein
Will die Heißgeliebte wecken.
Stille, stille!

Stille, stille! grünes Laub,
Störe flüsternd nicht mein Gehen,
Um den allerschönsten Raub
Wär' es sonst im Nu geschehen.
Stille, stille!

Und ich küsse wie ein Hauch; -
Unter langer Wimpern Golde
Zürnt das dunkle, halbe Aug',
"'s ist Traum nur, meine Holde!
Stille, stille! Stille, stille!" –

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Dorfabend

von Gerrit Engelke

Fenster schließen, glimmern stille,
Häuslein rücken Dach an Dach
Himmel stehen feiernd stille,
Mond wird Silberfrucht und wach.
Müder Leib schläft in der Stille,
Herz schlägt alle Stunden nach,
Lebt für sich durch Schlaf und Stille –
Wohin denn? wozu? aus wessen Wille?
Lautlos, langsam fallen Wand und ...

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Ach wie stille, ach wie stille

Friedrich Heinrich Oser


Ach wie stille, ach wie stille
Ward's auf einmal in dem Haus,
Wo noch erst mein Kindlein hüpfte
Fröhlich lärmend ein und aus!

Ach wie stille, ach wie stille! —
Weckt mich Nachts kein lieber Laut,
Rufst den süßen Mutternamen
Nimmer mir, mein Engel traut!

Ach wie stille, ach wie stille
Ward's auf einmal, armes Herz,
Ja recht still, um auszuweinen
Ungestört den tiefen Schmerz!

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Friedrich Heinrich  Oser

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