Gedichte: Arnim  Busch  Eichendorff  Goethe  Heine  Heym  Lessing  Morgenstern  Rilke  Ringelnatz 

Gedichte


Gedichte » Dichter () » » » Verwandte Gedichte


GEDICHTE
Neue Gedichte
Selten gelesen
Gedicht finden
Themen & Zeiten
Zufallsgedicht
Dichtergalerie
REDAKTION
Gästebuch
Gedicht des Tages
Veröffentlichen
Häufige Fragen
Kontakt
Impressum /
Datenschutz

WISSEN
Fachtermini

  

Verwandte Gedichte

 Schwab, Sonett 
 Ebert, Frohsinn. 
 Hartleben, Das Thor 
 Conz, Die Erde im Abendlichte 

 

Sonett

Gustav Schwab


Mit Uebersendung von Flemmings Gedichten an ein Paar im Dörflein Winzerhausen.

Mein Flemming! dich, auf Reisen wohlerfahren,
Auch heute send' ich dich auf eine Reise,
Wenn du noch sängst, zu dieser Wandrung Preise,
Fürwahr, nicht würdest du die Stimme sparen.

Im Maienmond, von dem in jungen Jahren
Du trunken sangest fast in jeder Weise,
Durchwanderst du das Land in stetem Kreise
Von ros'gen Bäumen, Reben, Blumenscharen.

Umringt von grauen Burgen, süßer Mahnung
An deine Zeit, begrüßt dich Winzerhausen,
Und füllt dein Dichterherz mit Herbstesahnung.

Und, o wie ließest du dein Brautlied schallen,
Sähst du zur dichten Rebenlaube draußen
Ein selig Paar im Abendlichte wallen!

 Text von Schwab drucken
 Ähnliche Gedichte entdecken

Frohsinn.

Karl Egon Ebert


Vor meinem Fenster steh’n zwei Apfelbäume,
D’ran weid‘ ich mich so gern im jungen Lenze,
Wie strahlen da die zarten Blütenkränze,
Wie würzt ihr Duft ringsum die blauen Räume.

Im Simmer winken mir mit frohem Reigen
Rotwangig her die glutgereiften Früchte,
Wie spielte da in ros’gem Abendlichte
Der laue Westwind mit den schweren Zweigen.

Und wenn der Herbst hereinbricht, der Verwüster,
Dann mag ich eben gern die Blätter sehen,
Die, bunt gefärbt, vom Wipfel niederwehen,
Und heiter wird‘ ich eh‘, als trüb‘ und düster.

Und wenn der Winter dann mit eis’gen Flocken
Die kahlen Äste silbern überstreuet,
Da träum ich sie von Blüten überschneiet –
So spinn‘ ich Frohsinn mir aus jedem Rocken.

 Text von Ebert drucken
 Ähnliche Gedichte entdecken




Karl Egon Ebert

Karl Egon Ebert




Das Thor

Otto Erich Hartleben


Aus schwarzem Marmor fügten sie vornacht das Thor
und eines seltnen Stolzes Inschrift gruben sie
auf seine Stirn. Es drängten die Jahrhunderte
an diesen Pfosten sich vorbei, das Haus zerfiel,
das Thor bestand – heut öffnet es die Flügel weit.

Auf diesen alten Schwellen lag manch träger Staub –
heut aber sollen braundurchwobne Purpurdecken
die grauen Quadern tauchen in den Strom der Seide
und einer Herrin wunderzarte Füsse sollen
die grossen Wandelsteine scheu auftretend segnen ...

Es träumt der Herbst sein reiches Fest. Es herrscht am See
der weissen Chrysanthemen spätgeborne Pracht
und jener dunkelrothen Blätter Überfluss,
der wie ein Mantel auf den morschen Mauern liegt –
Wo die Cypressen dort im Abendlichte glühn,
erscheint ihr Grün von Fäden dunklen Golds durchwirkt ...

Die reinen Stufen schreit ich Fragender hinab.

 Text von Hartleben drucken
 Ähnliche Gedichte entdecken




Otto Erich Hartleben

Otto Erich Hartleben

Die Erde im Abendlichte

Karl Philipp Conz


Himmlisch entzückest du mich oft, o Erd', am schönsten im Abend-
Lichte, wenn mild es die Stirn dir mit der Glorie krönt.
Weth des Heiligen-Kranzes vom Himmel, o Heilige, bist du;
Denn wer wirkte wie du segnend, und litt auch wie du?

 Text von Conz drucken
 Ähnliche Gedichte entdecken

 



















Konzept, Gestaltung und Inhalt © B. Ritter - Die Deutsche Gedichte-Bibliothek