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 Knodt, Das Gesicht der Einsamkeit 
 Falke, Einsamkeit 
 Rilke, Einsamkeit. 
 Rilke, Du meine heilige Einsamkeit 

 

Das Gesicht der Einsamkeit

Karl Ernst Knodt


Auch die Einsamkeit hat ihr Gesicht -:
Wers noch nicht erschaut, der ahnt es nicht.
Streng sind ihre Züge, ernst wie einer Toten.
Ihre Blicke sind beredte Boten
Der verschwiegenen Ewigkeit,
Der vertrauten Schwester aller Einsamkeit.
Wo sich Erd und Himmel zart berühren,
Sind der Ewigkeit verborgene Thüren.
Grüner Wald und braune Haide:
Liebste Freunde sind ihr beide,
Und ins stille Kämmerlein
Tritt sie flinken Fusses ein.

Wenn die Einsamkeit die Flügel breitet
Und in Sehnsucht ihre Seele weitet,
Tritt die Gottheit durch die offne Pforte
Und verkündet ewigen Lebens Worte.
Wie verklärt strahlt das Gesicht der Einsamkeit:
Zu des Himmels Vorhof fühlt sie sich geweiht.

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Einsamkeit

Gustav Falke


O Einsamkeit, tiefinnere Einsamkeit!
An deinem stillen Feuer wärm' ich mein Gemüt.
Nur manchmal schrei ich nach Gemeinsamkeit,
ob dort des Lebens rote Rose blüht.
Dann rufst du wieder mich zurück,
o Einsamkeit, zu deinem Glück.
Alleinsamkeit!

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Einsamkeit.

Rainer Maria Rilke


Die Einsamkeit ist wie ein Regen.
Sie steigt vom Meer den Abenden entgegen;
von Ebenen, die fern sind und entlegen,
geht sie zum Himmel, der sie immer hat.
Und erst vom Himmel fällt sie auf die Stadt.

Regnet hernieder in den Zwitterstunden,
wenn sich nach Morgen wenden alle Gassen
und wenn die Leiber, welche nichts gefunden,
enttäuscht und traurig von einander lassen;
und wenn die Menschen, die einander hassen,
in einem Bett zusammen schlafen müssen:

dann geht die Einsamkeit mit den Flüssen...

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Rainer Maria Rilke

Rainer Maria Rilke

Du meine heilige Einsamkeit

Rainer Maria Rilke


Du meine heilige Einsamkeit,
du bist so reich und rein und weit
wie ein erwachender Garten.
Meine heilige Einsamkeit du -
halte die goldenen Türen zu,
vor denen die Wünsche warten.

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