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Verwandte Gedichte

 Storm, Ich hab auf deine Stirn gegossen 
 Sack, Abend 
 Richard Weitbrecht, Zweifel 
 Egloff, Meiner Mutter. 

 

Ich hab auf deine Stirn gegossen

Theodor Storm


Ich hab auf deine Stirn gegossen
Den milden Hauch der Poesie,
Und deine lieblichsten Gedanken,
Ich tauchte sie in Melodie.

Was suchst du auf der weiten Erde,
Was doch nur meine Brust dir gibt,
Wie könntest du es je vergessen,
Daß du den Dichter einst geliebt.

O schweife nicht ins Grenzenlose,
In meinem Herzen ruht der Schatz,
Und sieh, an deiner Schläfe dämmert
Der Schatten eines Efeublatts.

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Theodor Storm

Theodor Storm

Abend

Gustav Sack


Und wieder ein Abend; ein Tag in das Nichts,
das grenzenlose Nichts gerollt -
in den bleiernen Wolken ein Sterben des Lichts
und über den Wäldern der Mond, gelb wie altfränkisches Gold.

Nun dunkelt es schnell; ein Wind macht sich auf
und rasselt im Schiefergedäche am Turm -
kopfüber purzelt der Tage Lauf
vor der Ewigkeit drohendem Sturm.

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Zweifel

Richard Weitbrecht


Nimm mir das Heimweh auch, dies grenzenlose,
Dies Himmelsheimweh nimm mir weg, Gedanke,
Das mir die Seele wund und müde quält!
Du nahmst mir alles, alles, was ich hatte,
Des Glaubens süßen Wahn, der Liebe Wärme,
Die Gottesfülle in der eignen Brust –
Du nahmst mir alles, eines um das andre,
Mit kalter Hand, mit ruhig sichrem Lächeln:
Nur jenes Heimweh hast du mir gelassen!
Unendlichkeit verlangend schreit es auf,
Im tiefsten Herzensgrunde immer wieder.
Es ruft, es klagt, es fragt – doch ohne Antwort
Starrst du mich an in kalter, kahler Ruhe. –
Du hast sie nicht, die Antwort; nur der Glaube,
Er hätte sie – den hast du mir verscheucht –:
Die Liebe auch – die hast du mir genommen
Und meinen Gott dazu! So nimm denn auch
Dies grenzenlose Heimweh weg, Gedanke!

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Meiner Mutter.

Luise Egloff


Geliebte Mutter, deine frohen Tage
Verdunkle nie der Leiden tiefe Nacht!
An deiner stets zufried'nen Seele nage
Niemals des Unmuts grenzenlose Macht!
Und wenn auch trübe Wolken dich umschweben,
So strahle dir der Freude Sonnenschein
In deinen Kindern! -- Dir zur Lust zu leben
Soll, teure Mutter, meine Sorge sein!

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