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Verwandte Gedichte

 Schwab, Am andern Morgen 
 Felix Dahn, An Kaiser Wilhelm I 
 George, Stern des Bundes. Schluss-Chor 
 Gerok, Ueber ein kleines 

 

Am andern Morgen

Gustav Schwab


Ueber Nacht das Thal beschneit,
Ueber Nacht ward's Winterszeit!
Schneeweiß blühn alle Bäume,
Das sind mir Blütenträume!

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An Kaiser Wilhelm I

Felix Dahn


Niemals« – hast du gesagt – »werd' ich von Bismarck lassen!«
Ja, wahre Größe kann auch andrer Größe fassen
Und daß du neidlos hast des andern Ruhm ertragen, –
Gerührt dankt dir's dein Volk in allen künft'gen Tagen.

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Stern des Bundes. Schluss-Chor

Stefan George


Gottes pfad ist uns geweitet
Gottes land ist uns bestimmt
Gottes krieg ist uns entzündet
Gottes kranz ist uns erkannt.
Gottes ruh in unsern herzen
Gottes kraft in unsrer brust
Gottes zorn auf unsren stirnen
Gottes brunst auf unsrem mund.
Gottes band hat uns umschlossen
Gottes blitz hat uns durchglüht
Gottes heil ist uns ergossen
Gottes glück ist uns erblüht.

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Ueber ein kleines

Karl Gerok


Joh. 16, 16.

"Ueber ein kleines, so seht ihr mich nicht;
Schauet noch einmal dem Freund ins Gesicht,
Schon ist mein Leib mir gesalbt für das Grab,
Ueber ein kleines, so steig' ich hinab." —

"Ueber ein kleines, so seht ihr mich neu,
Leer ist die Gruft und der Jammer vorbei;
Hüllt auch die Sonne sich trauernd in Flor:
Ueber ein kleines tritt hell sie hervor." —

"Ueber ein kleines" — o mahnendes Wort,
Wunderbar tönst du im Ohre mir fort,
Dämpfest die Freude und linderst den Schmerz.
"Ueber ein kleines" — bedenk es, mein Herz!

Ueber ein kleines, du fröhliches Kind,
Welken die Wangen und wechselt der Wind,
Blüte der Jugend und Rosen im Mai,
Ueber ein kleines ist alles vorbei.

Ueber ein kleines, o Seele voll Gram,
Schwindet dein Kummer und geht wie er kam;
Fließen auf Erden der Thränen auch viel:
Ueber ein kleines hat alles ein Ziel.

Ueber ein kleines, o zürnender Freund,
Scheidet der Tod, die noch heute vereint:
Gieb mir die Hand, eh' der Abend vergeht,
Ueber ein kleines, so ist es zu spät.

Ueber ein kleines, o lässiger Knecht,
Sinket die Sonne, drnm nütze sie recht;
Wirke am Tage, noch viel ist zu thun,
Ueber ein kleines, so werden wir ruhn.

Ueber ein kleines, und alles wird Staub,
Sterne sie fallen wie welkendes Laub;
Ewigkeit naht, es verrinnet die Zeit,
Ueber ein kleines — o wär' ich bereit!

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Karl Gerok

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