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Verwandte Gedichte

 Knodt, Seelensingen 
 Rabindranath Thakur, Lass alle Spannung der Freude austönen 
 Avenarius, Zweierlei Kampf ums Dasein 
 Bouterweck, Menschliches Dasein 

 

Seelensingen

Karl Ernst Knodt


"Es ist ein Wille, der in der belebten und
unbelebten Natur nach Dasein dürstet."
(Schopenhauer.)

Nichts Stummes gibt es auf der Welt
Was Gott rings um uns her gestellt,
Und sei's auch von den kleinsten Dingen:
In jedem lebt ein Seelensingen.

Im Morgenrot und Mondenlicht,
In Nebeln und in Wäldern dicht,
Regt sich ein innerstes Begehren
- Zu reden ... Und die Dichter hören

Der Allnatur die Stimmen ab,
Vom Stern herunter bis ins Grab:
Wie jedes Ding nach Dasein dürstet
Und Gott die Steine selbst gefürstet,
Wie jedwed' Ding hat eignes Tönen,
Vom Gras bis zu den Menschensöhnen.

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Lass alle Spannung der Freude austönen

Rabindranath Thakur


Lass alle Spannung der Freude austönen
in mein letztes Lied –
Freude, die die Erde überfließen macht
in schwelgischen Massen des Grases,
Freude, die Leben und Tod
als Zwillings-Brüder setzt,
Freude, die über die weite Erde tanzt
und sich in den Sturm mischt,
alles Leben durchrüttelnd
und schüttelnd mit Lachen,
Freude, die still in Tränen
auf rotem Lotos der Pein ruht,
Freude, die alles, was sie besitzt,
in den Staub wirft
und kein Wort kennt.

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Rabindranath  Thakur

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Zweierlei Kampf ums Dasein

Ferdinand Ernst Albert Avenarius


„Im Kampfe ums Dasein der Beste siegt,
Und der verdient’s, der unterliegt, --
Dass das Geschlecht veredeln kann
Mit stärkeren Kindern der stärkere Mann.“

Ja, solchen Kampf, den möcht ich auch,
Doch unter uns heutgen ist andrer Brauch:
Nicht Kampf von Mann gibt’s gegen Mann,
Dass Kraft an Kraft sich messen kann –
Der Gegner nicht, sein Hausknecht droht
Und schlägt dich mit einem Geldsack tot,
Oder ein Herrchen putzt aus dem Versteck
Dich mit der goldenen Kugel weg.
Aber sie werden sich weiter erfrechen
Von Darwinschem Kampfe ums Dasein zu sprechen.

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Ferdinand Ernst Albert Avenarius

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Menschliches Dasein

Friedrich Ludewig Bouterweck


Nach Pindar.

Was ist der Mensch?
Was ist er nicht?
Wir sind der Traum von einem Schatten.
Nur wenn ein Strahl der Göttlichkeit
Des Menschen Sinn erleuchtet,
Dann glänzt sein eig'nes Dasein auf,
Und um ihn eine Welt.

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