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 Fred Endrikat, Liebe und Heuschnupfen 
 Verfasser unbekannt, Es waren zwei Königskinder 
 Kempner, Kaiser Friedrichs Traum 
 Autor unbekannt, Zwei Königskinder 

 

Liebe und Heuschnupfen

Fred Endrikat


Es blühn die Akazien und Linden,
die Nachtigall singt: Tirilie.
Die Maid schwärmt von »Herzen sich finden«.
Der Jüngling niest dauernd »Hatschi!«
Was nützt alles Blühen und Sprießen
und die herrlichste Lenzpoesie?
Sie legt ihm ihr Herzchen zu Füßen,
er gibt ihr als Antwort »Hatschi!«
Es waren zwei Königskinder,
die setzten sich nieder ins Moos.
Sie konnten zusammen nicht kommen,
sein Heuschnupfen war viel zu groß.

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Es waren zwei Königskinder

Verfasser unbekannt

Es waren zwei Königskinder,
die hatten einander so lieb;
sie konnten zusammen nicht kommen,
das Wasser war viel zu tief.»

Ach Liebster, könntest du schwimmen,
so schwimm doch herüber zu mir!
Drei Kerzen will ich anzünden,
und die sollen leuchten zu dir.«

Das hört ein falsches Nörnchen *),
die tät als wenn sie schlief;
sie tät die Kerzlein auslöschen,
der Jüngling ertrank so tief.

Es war an ei'm Sonntagmorgen,
die Leute waren alle so froh;
nicht so die Königstochter,
ihre Augen saßen ihr zu.

»Ach Mutter, herzliebste Mutter,
mein Kopf tut mir so weh!
Ich möcht so gern spazieren
wohl an die grüne See.«

»Ach Tochter, herzliebste Tochter,
allein sollst du nicht gehn,
weck auf dein jüngste Schwester,
und die soll mit dir gehn!«

»Ach Mutter, herzliebste Mutter,
meine Schwester ist noch ein Kind,
sie pflückt ja all die Blümlein,
die auf Grünheide sind.«

»Ach Tochter, herzliebste Tochter,
allein sollst du nicht gehn,
weck auf dein jüngsten Bruder
und der soll mit dir gehn!«

»Ach Mutter, herzliebste Mutter,
mein Bruder ist noch ein Kind,
der schießt ja all die Vöglein,
die auf Grünheide sind.

«Die Mutter ging nach der Kirche,
die Tochter hielt ihren Gang,
sie ging so lang spazieren,
bis sie den Fischer fand.

»Ach Fischer, liebster Fischer,
willst du verdienen groß Lohn,
so wirf dein Netz ins Wasser
und fisch mir den Königssohn!«

Er warf das Netz ins Wasser,
es ging bis auf den Grund;
er fischte und fischte so lange,
bis er den Königssohn fand.

Sie schloß ihn in ihre Arme
und küßt seinen bleichen Mund:
»Ach Mündlein, könntest du sprechen,
so wär mein jung Herz gesund!«

Was nahm sie von ihrem Haupte?
ein goldne Königskron:
»Sieh da, du wohledler Fischer,
hast dein verdienten Lohn!«

Was zog sie von ihrem Finger?
ein Ringlein von Gold so rot:
»Sieh da, du wohledler Fischer,
kauf deinen Kindern Brot!«

Sie schwang sich um ihren Mantel
und sprang wohl in die See:
»Gut Nacht, mein Vater und Mutter,
ihr seht mich nimmermeh!«

Da hört man Glöcklein läuten,
da hört man Jammer und Not,
hier liegen zwei Königskinder,
die sind alle beide tot.

*) ...

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Kaiser Friedrichs Traum

Friederike Kempner


Es träumte einst ein Königskind
In Purpur und in Seide,
Daß alle Königskinder sind
Im Schloß wie auf der Heide.

Doch einsam blieb das Königskind
Und barfuß blieb die Heide,
Es pfiff und heulte rauh der Wind
Durch eine Trauerweide.

Ob Kaiser Friedrich, er es war,
Des Herzblut überschäumte;
Und als das Herz gebrochen war,
Noch liebend weiter träumte?

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Friederike Kempner

Friederike Kempner

Zwei Königskinder

Autor unbekannt


Es waren zwei Königskinder,
die hatten einander so lieb,
sie konnten zusammen nicht kommen,
das Wasser war viel zu tief.

Herzliebster, kannst du nicht schwimmen?
Herzlieb, schwimm herüber zu mir!
Zwei Kerzen will ich hier anzünden,
und die sollen leuchten dir.

Das hört eine falsche Nonne,
die tat, als ob sie schlief.
Sie tat die Lichter auslöschen,
der Jüngling ertrank so tief.

Es war an ei'm Sonntagmorgen,
die Leut' waren alle so froh,
bis auf die Königstochter,
sie weinte die Äuglein rot.

Ach Mutter, herzliebste Mutter,
der Kopf tut mir so weh;
ich möcht so gern spazieren
wohl an die grüne See.

Die Mutter ging nach der Kirche,
die Tochter hielt ihren Gang.
Sie ging so lang spazieren
bis sie den Fischer fand.

Ach Fischer, liebster Fischer,
willst du verdienen großen Lohn?
So wirf dein Netzt ins Wasser
Und fisch mir den Königssohn!

Er warf das Netz ins Wasser,
es ging bis auf den Grund;
er fischte und fischte so lange
bis er den Königssohn fand.

Der Fischer wohl fischte lange,
bis er den Toten fand.
Nun sieh' da, du liebliche Jungfrau,
hast hier deinen Königssohn.

Sie schloß ihn in ihre Arme
und küßt' seinen bleichen Mund:
Ach, Mündlein, könntest du sprechen,
so wär mein jung Herz gesund.

Sie schwang um sich ihren Mantel
und sprang wohl in den See:
Gut' Nacht, mein Vater und Mutter,
Ihr seht mich nimmermeh'!

Da hörte man Glockengeläute,
da hörte man Jammer und Not,
da lagen zwei Königskinder,
die waren beide tot.

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