|
|
|
Verwandte Gedichte |  Roman Herberth, Versöhnung
 Hölderlin, Palinodie
 Hugo Grabow, Karfreitag - V.
 Gisela Grob, Versöhnung
| | |  | |  | PalinodieFriedrich Hölderlin Was dämmert um mich, Erde! dein freundlich Grün?
Was wehst du wieder, Lüftchen, wie einst, mich an?
In allen Wipfeln rauschts, ...
. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
Was weckt ihr mir die Seele? was regt ihr mir
Vergangnes auf, ihr Guten! o schonet mein
Und laßt sie ruhn, die Asche meiner
Freuden, ihr spottetet nur! o wandelt,
Ihr schicksallosen Götter, vorbei und blüht
In eurer Jugend über den Alternden
Und wollt ihr zu den Sterblichen euch
Gerne gesellen, so blühn der Jungfraun
Euch viel, der jungen Helden, und schöner spielt
Der Morgen um die Wange der Glücklichen
Denn um ein trübes Aug und lieblich
Tönen die Sänge der Mühelosen.
Ach! vormals rauschte leicht des Gesanges Quell
Auch mir vom Busen, da noch die Freude mir,
Die himmlische, vom Auge glänzte
. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
Versöhnung, o Versöhnung, ihr gütigen,
Ihr immergleichen Götter, und haltet ein,
Weil ihr die reinen Quellen liebt
Text von Hölderlin drucken
Ähnliche Gedichte entdecken
|

Friedrich Hölderlin
|
|
|  | Karfreitag - V.Hugo Grabow Ach! wär‘ ich wie die Jünger nur entwichen,
Wo’s dein Bekenntnis fest und mutig galt?
Hätt‘ mich, wie Petrus, Kleinmut nur beschlichen
In der Versuchung drängender Gewalt? – –
Doch nicht verklagt mein Herz ob der Versöhnung
Des Heiligsten in manchen Menschendienst.
Ja meine böse Schuld darf Versöhnung,
Wozu Du Gotteslamm auch mir erschienst.
Ach! wollte ich mein armes Herz nur fragen:
Kannst Du auch Schmach um Deinen Herrn ertragen?
Was müsste mir das arme wohl weissagen? –
Anm. der Redaktion: Der Dichter Hugo Grabow hat sich in vielen seiner Texte bei anderen Autoren bedient, u.a. beim Dichter Adolph Köttgen.
Text von Hugo Grabow drucken
Ähnliche Gedichte entdecken
|  | VersöhnungGisela Grob Warum sind zur Versöhnung oft
wir dummen Menschen nicht bereit,
was haben wir von Streit erhofft,
muss man dazu nicht sein zu zweit?
Der Weg zur Reue ist gar lang,
mit dicken Steinen grob gespickt,
zur Umkehr ist's kein leichter Gang,
zu lastig dünkt uns der Konflikt.
Doch wenn den stein'gen Pfad man schafft,
stellt schnell Erleichterung sich ein,
wenn nicht - das Schicksal uns bestraft,
kein Tor führt dann zum Frieden ein.
Drum Mensch. sei klug, wenn du erkannt
der Reue, der Vergebung Wert,
dann ist der größte Zorn gebannt,
entschärft des stärksten Zwistes Schwert.
Text von Gisela Grob drucken
Ähnliche Gedichte entdecken
|

Gisela Grob
|
|
|
|
|