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Verwandte Gedichte

 Lingg, Herbstabend (II) 
 Ernst Goll, Herbstabend 
 Morgenstern, Herbstabend 
 Julius Sturm, Herbstabend 

 

Herbstabend (II)

Herrmann von Lingg


Durchs Stoppelfeld auf Nebelstreifen
Weht traurig kalt Novemberwind;
Dort wankt am Wald mit Reisighäufen
Ein armes Weib und führt ihr Kind.

Dort sucht man die vergessne Traube,
Dort pflückt man Schleh' und Hagebutt.
Im Hofe pickt die wilde Taube
Ein Körnchen noch aus Stroh und Schutt.

Und hier, gebeugt auf müden Füßen,
Kehrt Einer heim, arm und allein,
Um noch zum letztenmal zu grüßen
Die letzte Seele, die noch sein.

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Herrmann von Lingg

Herrmann von Lingg

Herbstabend

Ernst Goll


Langsam verblasst der Abendsonnenbrand,
Indes die dunklen Schleier tiefer sinken –
Ich seh mit leeren Augen in das Land
Und möchte Frieden in die Seele trinken.

Wohl ist mir einen sel’gen Herzschlag lang,
Als wäre all‘ das tiefe Leid verwunden – – –
Dann schüttle ich das Haupt und warte bang
Der Nacht mit hoffnungslos durchweinten Stunden.

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Herbstabend

Christian Morgenstern


Der Ofen schnauft als wie ein Hund
im Traum.
Es fährt der Wind in seinen Schlund
vom Raum ..

von Sternen fernen angeglüht,
der Wind ..
Es lauscht ihm liebend mein Gemüt,
ein Kind.

Er kommt wohl noch aus Abendluft
daher,
in seinem Mantel hängt noch Duft
vom Meer,

noch letztes Gold vom Sonnenrund
am Saum ..
Der Ofen schnauft als wie ein Hund
im Traum ...

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Christian Morgenstern

Christian Morgenstern

Herbstabend

Julius Sturm


Der Abend klimmt den Berg hinan,
Der Nebel wogt im Tal,
Hoch auf dem braunen Fels verglomm
Der Sonne goldner Strahl.

Vielstimmiges Geläute trägt
Der kühle Wind zu mir,
Heimzieh’nde Herden läuten sanft
Den Tag und sich zur Ruh‘.

So melancholisch liegt vor mir
Die abendliche Flur,
Als sehnte nach Erlösung sich
Die müde Kreatur.

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Julius  Sturm

Julius Sturm

 



















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