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Verwandte Gedichte

 Seidel, Nach dem Gewitter 
 Immermann, Tempelspruch 
 Logau, Gewaffneter Friede 
 Logau, Ein rechtschaffener Friede 

 

Nach dem Gewitter

Heinrich Seidel


Friede, Friede!
Golden versank die Sonne
Im rosigen Wolkenmeer. -
Hinter den Bergen,
Fern und ferner
Verhallet der Donner,
Röthlich glimmen die Häupter der Berge,
Doch im Thale schon
Sinken die Schatten.
So nach des Lebens
Streben und Ringen -
Wenn meine Stunde naht -
Möchte ich scheiden,
Wie dieser Tag -
Friedfertig.
Nach dem Zucken der Blitze
Und dem Rollen des Donners,
In den süßen Frieden der Nacht,
Tiefer und tiefer
Schwindet das Roth.
Es dunkeln die Berge -
Aus den schwarzen Tannenzacken
Steigt der Mond hervor
Ueber die träumende Welt.
Friede, Friede!

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Heinrich Seidel

Heinrich Seidel

Tempelspruch

Carl Immermann


Friede! Säuselts durch die Hallen,
Friede! Friede! hörst du schallen
Aus der Priester frommen Chöre.
Friede schwebt um Mau'r und Thore,
Alle Bäume in der Runde
Flüstern: Friede jeder Stunde!

Wehe dem, der Zorn und Klagen
Bringt in diesen Kreis getragen!
Raum hat ja der Erde Weite
Weit genug zu Kampf und Streite.
Zu den heiligen Bezirken
Will der Gott ein friedlich Wirken.

Und er ist ein strenger Hüter
Seiner Schätze, seiner Güter.
Reinen wehn hier seine Lüfte,
Gift'ger Hauch und Leichendüfte
Drohn der hadernden Verwirrung,
Um zum Wahnsinn wird die Irrung!

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Carl Immermann

Carl Immermann




Gewaffneter Friede

Friedrich Logau


Krieg hat den Harnisch weg gelegt, der Friede zeucht ihn an;
Wir wissen, was der Krieg verübt; wer weiß, was Friede kan?

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Ein rechtschaffener Friede

Friedrich von Logau


Der Fried ist nun gewiß, Ruchlosigkeit gewisser;
Viel Frevler hat es noch und wenig rechte Büsser.
Ist Friede da mit Gott, wird Friede Friede seyn;
Ist Friede nicht mit Gott, ist Friede nur ein Schein.

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