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Verwandte Gedichte

 Meyer, Auf Goldgrund 
 Lingen, Heimkehr 
 Plavius, Lerne was gutes 
 Lohmeyer, BEI DER JAHRESWENDE 

 

Auf Goldgrund

Conrad Ferdinand Meyer


Ins Museum bin zu später
Stunde heut ich noch gegangen,
Wo die Heilgen, wo die Beter
Auf den goldnen Gründen prangen.
Dann durchs Feld bin ich geschritten
Heisser Abendglut entgegen,
Sah, die heut das Korn geschnitten,
Garben auf die Wagen legen.
Um die Lasten in den Armen,
Um den Schnitter und die Garbe
Floss der Abendglut, der warmen,
Wunderbare Goldesfarbe.
Auch des Tages letzte Bürde,
Auch der Fleiss der Feierstunde
War umflammt von heilger Würde
Stand auf schimmernd goldnem Grunde.

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Conrad Ferdinand Meyer

Conrad Ferdinand Meyer

Heimkehr

Thekla Lingen


Leg, Mutter, deine arbeitsrauhe Hand
Nun auf die meine, gieb ihr deinen Segen -
Sie streift jetzt ab Ruhm und Diamant
Und will in Fleiss die weissen Finger regen.

Dein gramdurchfurchtes Mutterangesicht
Hat lächelnd meinen letzten Schmerz bezwungen -
Nun will ich gehn und tragen meine Pflicht,
Bis ich des Lebens Krone mir errungen.

Und schreiten will ich mit erhobenem Haupt,
Ich hab' vollendet, habe überwunden -
Nun sollen Jene, die mich schwach geglaubt,
Mein Können sehn und meine starken Stunden!

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Lerne was gutes

Johannes Plavius


Wer seine junge zeit nicht läst vorüber traben/
Vnd ist darauf bedacht/ was jhm begegnen kan/
Der legt die zarten jahr' in ehr' vnd tugend an.
Es ist ein edel ding an einem jungen knaben
Vnd vieles lobens werth/ was guts gelernet haben.
Konst bringet vnverhofft oft manchen dahin an/
Dahin noch neid noch gonst hintreffen kan die ban.
In wachem fleiss' vnnd konst liegt mancher schatz begraben.
Wer derowegen lust zu ehr' vnd tugend hat/
Weil noch die jugend blüht/ vnd dencket früh vnd spat/
Wie er/ wenn er erwächst mit Gott sich mög' erneeren/
Der meide müssiggang/ vnd liebe steten fleiß/
Er hasse süssen schlaf/ vnd liebe sauren schweiß
Vnd lasse sich mit fleiss' in seiner jugend lehren.

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BEI DER JAHRESWENDE

Julius Lohmeyer


Muth und Hoffen jedem Streben!
Ernstem Wollen Heil und Preis!
Goldne Aehren, goldne Reben
Sauren Müh'n und treuem Fleiss!
Wackrem Schaffen Glück und Frieden!
Klugem Wagen: Ruhm, Gewinn!
Reinstes Lebensglück hienieden
Dankbar' gottergebnem Sinn!

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