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Verwandte Gedichte

 Herloßsohn, Das bunte Kleid oder Flicken-Deutschland 
 Altenberg, Flirt 
 Ringelnatz, Vor einem Kleid 
 Rollett, Drei Wanderer 

 

Das bunte Kleid oder Flicken-Deutschland

Herloßsohn


Ich kenn ein schönes Kleid,
das ist recht groß und weit,
es ist geschoren ganz glatt;
nur schad', dass es jeden Fingerbreit
eine andre Farbe hat!

Und das kommt davon her:
jeder flickt ein Stück hinein
und schnitt es zu mit seiner Scher'!
Wie konnt' es da ein Ganzes sein? -

Ihr bügelt und bürstet dran,
setzt 'n neuen Kragen an
und gebt ihm 'n andern Schnitt;
doch damit ist' s nicht getan,
ihr macht doch keinen Staat damit.

Und reißen die Näht entzwei,
so ist' s damit vorbei;
ihr kommt mit eurem Zwirn zu spat.
Drum lob ich mir bei meiner Treu!
ein Kleid, das wenig Nähte hat.

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Herloßsohn

Herloßsohn

Flirt

Peter Altenberg


Sie trug ein Kleid von der mattgrünen Farbe der Diamant-Käfer und gab einem Cavalier Rosenblätter zu essen, welche sie abzupfte.
»Ambrosia – – –« sagte der Cavalier.
Später sass sie immer allein. Ihr mattgrünes Kleid schimmerte wie Phosphor. Sie zupfte langsam Rosenblätter ab, gab sie Niemandem zu essen.
Eine Thräne fiel auf ihr Kleid.
Aber Niemand sagte: »Nektar!«

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Vor einem Kleid

Joachim Ringelnatz


Karo ist in deinem Kleid,
Eine ganze Masse
Karo-Asse.

Wieviel Karos ihr wohl seid
In dem Kleid? - Das Kleid ist nett.

Karos sind im armen Bett.

Nun ich habe nicht gezählt,
Wenn mich auch die Frage,
Wieviel es wohl sind, doch quält.
(Immer wieder seh' ich hin.)

Weil ich männlich bin,
Rock und Hose trage,
Paßt solch Muster nicht für mich.
Karo ist zu munter.

Aber ich bestaune dich,
Fremdes Mädchen, hübsche Maid.
Karo ist in deinem Kleid.

Ist ein Coeur darunter?

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Joachim Ringelnatz

Joachim Ringelnatz

Drei Wanderer

Hermann Rollett


Wir kommen aus der Fremde her,
Aus fernem Land, aus weitem Meer.

Und hat auch jeder heimgedacht,
Und seinem Lieb was mitgebracht?

Ich dachte Helm im fremden Land
Und brachte dem Lieb ein golden Gewand.

Da brachtest du nichts gutes heim,
Denn — Kleid und Leid, ein böser Reim!

Hab auch in der Fremde heimgedacht
Und meinem Lieb einen Ring gebracht.

Du brachtest auch das wahre nicht —
Das allerbeste Ringlein bricht!

Ich schwör es euch, dem Liebchen hold
Wird himmlisch stehn das Kleid von Gold!

Der Ring an meiner Liebsten Hand
Ist ewiger Liebe treues Pfand!

Ihr brachtet doch nichts gutes heim,
Denn Kleid und Leid, ein böser Reim-,

Und wie ein Ring für Treue spricht, —
Das allerbeste Ringlein bricht.

Nun sag auch du, was du gebracht,
Da es dir keiner recht gemacht

Ich bringe meinem Lieb nach Haus —
Mich selbst, so wie ich zog hinaus;

Kein goldenes Kleid, kein Ringlein klar,
Ich bringe nur mich, doch—wie ich war!

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Hermann Rollett

Hermann Rollett

 



















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