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Verwandte Gedichte

 Wedekind, Mein Käthchen 
 Eichrodt, Unwillkürlich 
 Hille, Tastende Tage 
 Falke, Das Liebesgedicht 

 

Mein Käthchen

Frank Wedekind


Mein Käthchen fordert zum Lohne
Von mir ein Liebesgedicht.
Ich sage: Mein Käthchen verschone
Mich damit, ich kann das nicht.

Ob überhaupt ich dich liebe,
Das weiß ich nicht so genau.
Zwar sagst du ganz richtig, das bliebe
Gleichgültig; doch, Käthchen, schau:

Wenn ich die Liebe bedichte,
Bedicht ich sie immer vorher,
Denn wenn vorbei die Geschichte,
Wird mir das Dichten zu schwer.

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Frank Wedekind

Frank Wedekind

Unwillkürlich

Ludwig Eichrodt


O Himmel, wie blauest du lieblich,
Wie wehest du heiter, o Luft!
Wie wohl ist dir, meine Seele,
Da wieder der Frühling ruft!

Ihr Lüfte, lehrt mich, wie ich finde,
Die Reime zu diesem Lied,
Das mit dem lenzigen Winde
Durch alle Adern mir zieht!

Beseelet mich, rosige Thale,
Ihr Berge, ihr duftigen Höhn,
Der Vorzeit moosige Male
So ruhig, so trümmerschön!

Wie soll ich euch singen, ihr Wälder,
Ihr Wiesen, so roth, so grün!
Wie hör ich die Wasser der Fluren
So sanft durch die Blumen ziehn!

Du frisch, du jugendlich Wehen,
O wie erquickst du mein Herz –
Ich kann nur lauschen und sehen
Erden- und himmelwärts.

Da wandelt des freundlichen Weges
Ein blühendes Mädchen daher,
Sie suchet sich Veilchen und Nelken,
Sie suchet vielleicht was mehr.

Sie steht auf blumigem Raine,
Freiragend ins helle Blau,
So stolz, so herrlich, so reizend,
Daß ich verwundert schau.

Was ist mit mir geschehen?
Bin ich verzaubert nicht?
Aus meinem Frühlingsliedchen
Wird nun ein Liebesgedicht.

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Ludwig Eichrodt

Ludwig Eichrodt




Tastende Tage

Peter Hille


Die Äste in Flammen, die Wipfel entlaubt
Am Kreuze das friedenumsprühete Haupt.

Ein Sehnen und Dehnen, wie Mädchen es haben,
Renettenrot in die Lüfte gegraben.

Ein streckendes Zittern, ein schwellendes Glühen,
Des scheinenden Baumes Adern erblühen.

In gereiztem Scheine Feier-Weh,
Flammt Ziegelglut auf Erdenschnee.

Die versteinerte Glut, ein Liebesgedicht,
Fällt rosig warm auf der Kälte Gesicht.

Einsamkeit der Einsamkeiten,
Welt und ich: wir beide schreiten.

Haltende Hände leise schweben
Zu der Sonne goldenem Geben.

Im schmelzenden Schnee was heimlich geht,
Ob schon der Frühling im Felde steht?

Apostelhäupter im Abendscheine:
Der Kartenspieler trübe Gemeinde.

Die Äste entflammen, die Wipfel entlaubt
Am Kreuze das friedenumsprühete Haupt.

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Peter Hille

Peter Hille

Das Liebesgedicht

Gustav Falke


Färbte nicht mein kleines Lied
Höher dir die Wangen?
Schuf dir nicht mein kleines Lied
Heimlich Herzverlangen?

Drücktest du auf jeden Reim
Nicht die lieben Lippen,
Wie die Bienen süßen Seim
Von den Blumen nippen?

Alles dieses träumt' ich mir,
Als ich es beschrieben,
Oder ist dir nur Papier,
Nichts als das, mein Lieben?

Und durch alle Felder fegt's,
Hui, der Wind, der rasche?
Oder auf dem Herde legt's
Küchenglut in Asche?

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Gustav Falke

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