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Verwandte Gedichte

 Fallersleben, Weinlied 
 Lingg, Weinlied 
 Seidel, Weinlied 
 Peter Auzinger, Weinlied 

 

Weinlied

Hoffmann von Fallersleben


Wer fragte je nach deinem Glauben,
wenn er vor dir mit Andacht saß,
bei dir, du edler Sohn der Trauben,
die Zeit und alle Welt vergaß ?

Willkommen, reiner Gottessegen,
sei uns willkommen tausendmal !
Genährt vom Himmelstau und Regen,
getränkt vom Licht und Sonnenstrahl !

Aus welcher Ehe du entsprungen -
gesegnet sei das Eheband !
Und sprichst du auch in fremden Zungen,
gesegnet sei dein Vaterland !

Und wärst ein Ketzer du, ein Heide
wir Gläubigen verehren dich,
wir fliehen zu dir in unserem Leide,
wir freuen mit dir uns inniglich.

Dich hat der Herr der Welt begnadet,
nur du darfst ohne Glauben sein;
der große Wirt der Gläub‘ gen ladet
uns alle, alle zu dir ein.

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Hoffmann von Fallersleben

Hoffmann von Fallersleben

Weinlied

Herrmann von Lingg


Schon grüßt ein scharfer Hauch von Ost
Die sternhell frühen Nächte,
Da rauscht und braust der junge Most,
Ein Herold neuer Mächte!

Ob Laub an Laub vom Baume fällt,
Ob jede Blume sterbe,
O Sommerlust, versunkne Welt,
Der Wein ist jetzt dein Erbe.

Im Wein erglüht der Sonnenschein,
Der längst hinabgegangen,
Im Wein nur soll die Blume sein,
Nach der wir noch verlangen.

Dem Wein, dem Wein ist alles Reich
Der Flammenkraft verliehen;
Ihr Zecher auf! Laßt uns sogleich
Das Testament vollziehen!

Hier, wo am Herd verglimmt das Laub
Vom jungen Reis der Rebe,
Stoßt an, hier über Glut und Staub:
Der Geist des Lebens lebe!

Der Geist, der unterm Schnee noch wärmt
Die Zukunft reicher Saaten
Und fort und fort die Welt durchschwärmt
In goldnen Jugendtaten!

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Herrmann von Lingg

Herrmann von Lingg




Weinlied

Heinrich Seidel


Der schönste aller Sterne
Hängt an des Schenken Haus.
Er schaut so süß verlockend
In die durstige Welt hinaus.

Die schönste aller Rosen
Blüht auf des Bechers Grund.
Mit wonniglichem Kosen
Küßt sie mein seliger Mund.

Das schönste aller Mädchen
Das mich am treusten liebt,
Das ist die schöne Schenkin,
Die mir zu trinken giebt.

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Heinrich Seidel

Heinrich Seidel

Weinlied

Peter Auzinger


Wenn ich des Abends ruhend sitze
Und bei dem Saft der Reben schwitze;
Wenn ich im Herzen fühl' die Kraft,
Die mir das Blut der Traube schafft,
Dann muß ich auf zum Rebenschöpfer singen,
Und in dem weiten All mög' es erklingen:
Brüder, beim Wein
Da ist gut sein! —

Die Freunde will ich um mich haben,
Die alle gern mit Wein sich laben.
Beim Wein da sprudelt rasch der Witz,
Im Wein da ist der Laune Sitz.
Und Mancher, der schon über'n Stuhl gesunken,
Singt lallend noch von Wein und Wonne trunken
Brüder, beim Wein
Da ist gut sein! —

D'rum dank' dem Gott, der uns die Reben
Und großen Durst hat auch gegeben.
So mancher Spaß wär' noch nicht da,
Wär' uns Gott Bacchus nicht so nah'.
Die Gläser könnten nicht harmonisch klingen,
Wir könnten nimmer fröhlich dazu singen'
Brüder, beim Wein
Da ist gut sein! —

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