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Verwandte Gedichte

 Seidel, Weinlied 
 Arndt, Paradiesisches Weinlied 
 Henckell, Mein Weinlied 
 Fallersleben, Weinlied 

 

Weinlied

Heinrich Seidel


Der schönste aller Sterne
Hängt an des Schenken Haus.
Er schaut so süß verlockend
In die durstige Welt hinaus.

Die schönste aller Rosen
Blüht auf des Bechers Grund.
Mit wonniglichem Kosen
Küßt sie mein seliger Mund.

Das schönste aller Mädchen
Das mich am treusten liebt,
Das ist die schöne Schenkin,
Die mir zu trinken giebt.

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Heinrich Seidel

Heinrich Seidel

Paradiesisches Weinlied

Ernst Moritz Arndt


Von der Sonne geboren, glüht
Licht des Lebens im Pokale.
Was das Auge für Wunder sieht
Blitzen auf in seinem Strahle,
Au'n und Bäume tanzen herum,
Aus den Herzen blüht Elysium,
Götter kommen,
Alle Frommen
In dem Himmel sehn sich um.

Seid gegrüßet, ihr Sel'gen! Seid
Heil'ge Väter uns willkommen!
Habt im Leben euch baß gefreut,
Oft ein Räuschchen mitgenommen:
Noah, Moses, Pythagoras,
Solon, Plato füllten das Glas,
Zechten fröhlich,
Schlürfen selig
Nun mit Engeln Nektarnaß.

Brüder, munter! Die Zeit ist schnell,
Lust und Jugend sind vergänglich,
Aber schaut, in dem Becher hell
Blühet Wonne überschwenglich.
Kränzt mit Rosen Stirnen und Haar
Und im Weine schauet so klar
Himmel offen,
Was wir hoffen,
Trunkner heil'ger Sel'gen Schar.

Süßes, glühendes Sonnenkind!
Goldner Wein voll Lebensflammen!
Wodurch Menschen verbrüdert sind,
Bringest du in Lust zusammen;
Dein und Cypriens heißet die Nacht,
Die zu Göttern Sterbliche macht. –
Heisa munter!
Sonn' ist unter,
Liebe glänzt und Sternenpracht.

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Ernst Moritz Arndt

Ernst Moritz Arndt




Mein Weinlied

Karl Henckell


Den »Sieben« insbesondere

Manch edler Trank hat mich geletzt
Vom Rhein, Tirol und Franken,
Dafür will allezeit und jetzt
Ich meiner Kehle danken.
Denn in des Lebens Wirren bleibt
Wohl wert, was gut gegoren,
Wenn man es nur nicht heimlich treibt
Nach Art der Potatoren.

Auch schwör' ich mich in puncto Wein
Und andrer schöner Dinge
Durchaus nicht auf den Chauvin ein,
Weshalb ich zärtlich singe:
Ein alter Valle d'oro schmeckt
Ölperlend höchst gediegen,
Wenn er im Korbfiasko steckt
Und scheint nicht zu versiegen.

So nach Bordeaux und nach Burgund
Wallfahrt' ich immer gerne,
Nach euch »weint« grade mir der Mund,
Chablis und Haut Sauternes.
Passiert zwar etwas rarer schon,
Euch innig zu begrüßen,
Doch seid ihr dann auch Sängers Lohn,
Sein Leben zu versüßen.

Wär' ich ein Heuchler, hütet' ich
Mich wohl, den Wein zu loben,
Das geht mir völlig wider'n Strich
Nach den zitierten Proben.
Zum Wasser sind mit Recht verdammt
Die Alkoholisierten . . .
Drum: Hoch, was von der Rebe stammt,
Doch wehe den »Geschmierten«!

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Karl Henckell

Karl Henckell

Weinlied

Hoffmann von Fallersleben


Wer fragte je nach deinem Glauben,
wenn er vor dir mit Andacht saß,
bei dir, du edler Sohn der Trauben,
die Zeit und alle Welt vergaß ?

Willkommen, reiner Gottessegen,
sei uns willkommen tausendmal !
Genährt vom Himmelstau und Regen,
getränkt vom Licht und Sonnenstrahl !

Aus welcher Ehe du entsprungen -
gesegnet sei das Eheband !
Und sprichst du auch in fremden Zungen,
gesegnet sei dein Vaterland !

Und wärst ein Ketzer du, ein Heide
wir Gläubigen verehren dich,
wir fliehen zu dir in unserem Leide,
wir freuen mit dir uns inniglich.

Dich hat der Herr der Welt begnadet,
nur du darfst ohne Glauben sein;
der große Wirt der Gläub‘ gen ladet
uns alle, alle zu dir ein.

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Hoffmann von Fallersleben

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