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Verwandte Gedichte |  Henckell, Mein Weinlied
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| | |  | Mein WeinliedKarl Henckell Den »Sieben« insbesondere
Manch edler Trank hat mich geletzt
Vom Rhein, Tirol und Franken,
Dafür will allezeit und jetzt
Ich meiner Kehle danken.
Denn in des Lebens Wirren bleibt
Wohl wert, was gut gegoren,
Wenn man es nur nicht heimlich treibt
Nach Art der Potatoren.
Auch schwör' ich mich in puncto Wein
Und andrer schöner Dinge
Durchaus nicht auf den Chauvin ein,
Weshalb ich zärtlich singe:
Ein alter Valle d'oro schmeckt
Ölperlend höchst gediegen,
Wenn er im Korbfiasko steckt
Und scheint nicht zu versiegen.
So nach Bordeaux und nach Burgund
Wallfahrt' ich immer gerne,
Nach euch »weint« grade mir der Mund,
Chablis und Haut Sauternes.
Passiert zwar etwas rarer schon,
Euch innig zu begrüßen,
Doch seid ihr dann auch Sängers Lohn,
Sein Leben zu versüßen.
Wär' ich ein Heuchler, hütet' ich
Mich wohl, den Wein zu loben,
Das geht mir völlig wider'n Strich
Nach den zitierten Proben.
Zum Wasser sind mit Recht verdammt
Die Alkoholisierten . . .
Drum: Hoch, was von der Rebe stammt,
Doch wehe den »Geschmierten«!
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Karl Henckell
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|  | WeinliedPeter Auzinger Wenn ich des Abends ruhend sitze
Und bei dem Saft der Reben schwitze;
Wenn ich im Herzen fühl' die Kraft,
Die mir das Blut der Traube schafft,
Dann muß ich auf zum Rebenschöpfer singen,
Und in dem weiten All mög' es erklingen:
Brüder, beim Wein
Da ist gut sein! —
Die Freunde will ich um mich haben,
Die alle gern mit Wein sich laben.
Beim Wein da sprudelt rasch der Witz,
Im Wein da ist der Laune Sitz.
Und Mancher, der schon über'n Stuhl gesunken,
Singt lallend noch von Wein und Wonne trunken
Brüder, beim Wein
Da ist gut sein! —
D'rum dank' dem Gott, der uns die Reben
Und großen Durst hat auch gegeben.
So mancher Spaß wär' noch nicht da,
Wär' uns Gott Bacchus nicht so nah'.
Die Gläser könnten nicht harmonisch klingen,
Wir könnten nimmer fröhlich dazu singen'
Brüder, beim Wein
Da ist gut sein! —
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|  | WeinliedHerrmann von Lingg Schon grüßt ein scharfer Hauch von Ost
Die sternhell frühen Nächte,
Da rauscht und braust der junge Most,
Ein Herold neuer Mächte!
Ob Laub an Laub vom Baume fällt,
Ob jede Blume sterbe,
O Sommerlust, versunkne Welt,
Der Wein ist jetzt dein Erbe.
Im Wein erglüht der Sonnenschein,
Der längst hinabgegangen,
Im Wein nur soll die Blume sein,
Nach der wir noch verlangen.
Dem Wein, dem Wein ist alles Reich
Der Flammenkraft verliehen;
Ihr Zecher auf! Laßt uns sogleich
Das Testament vollziehen!
Hier, wo am Herd verglimmt das Laub
Vom jungen Reis der Rebe,
Stoßt an, hier über Glut und Staub:
Der Geist des Lebens lebe!
Der Geist, der unterm Schnee noch wärmt
Die Zukunft reicher Saaten
Und fort und fort die Welt durchschwärmt
In goldnen Jugendtaten!
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Herrmann von Lingg
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|  | WeinliedLudwig Eichrodt Eine Kanne guten Weins lasset fröhlich kreisen!
Besser Liedchen weiß ich keins, als den Wein zu preisen.
Thut er nicht die Herzen auf,
Bringt er die Gedanken
Nicht in hellen Schwung und Lauf,
Die in Schlummer sanken?
Setzet er mit starkem Hauch manchen Kopf in Flammen,
Führt er die Gemüther auch wieder schnell zusammen.
Keinen besseren Geselln,
Muß ich frei bekennen,
Als den Wein, den immerhelln,
Weiß ich dir zu nennen!
Solche Glut und solchen Witz find ich nirgends wieder,
Wenn ich diesen Freund besitz, hab ich tausend Brüder!
Daß er selber ist ein Gott,
Duldet keinen Zweifel,
Hat er auch im Leibe flott
Den leibhaftgen Teufel.
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Ludwig Eichrodt
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