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Verwandte Gedichte

 Holz, Frommer Wunsch 
 Klabund, Drei Wünsche 
 Friedrich Rückert, In diesem Wetter, in diesem Braus 
 Ingrid Herta Drewing, Wetter 

 

Frommer Wunsch

Arno Holz


Immer noch halten die uralten Fragen
Nächtlich an unserm Lager Wacht,
Denn das griechische Herz hat vergeblich geschlagen
Und der griechische Geist hat umsonst gedacht.

Die p. p. weltvernagelnden Bretter
Versperren die Aussicht uns weit und breit -
O, schlüge doch endlich ein heiliges Wetter
In diese verfaulte Hallunkenzeit!

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Drei Wünsche

(Alfred Henschke) Klabund


Unser erster Wunsch heisst: einfach sein,
Wie die Vogelschwinge blitzt im Blauen
Unsren Blicken, unsren Küssen trauen.
Unser erster Wunsch heisst einfach sein.

Unser zweiter Wunsch heisst: traumlos sein,
Wenn die Nebel um die Berge schiessen,
Unsre Seele in die Dämmrung giessen:
Unser zweiter Wunsch heisst traumlos sein.

Unser dritter Wunsch heisst: sterblich sein,
Dass wir nicht den Kratern gleich im Siegen
Ewig über unsren Feuern liegen:
Unser dritter Wunsch heisst sterblich sein.

Aber anders klingt des Schicksals Lied,
Dessen Töne grausam uns geleiten:
Ewig träumst du deine Strahlsamkeiten,
Klimmt die Sonne singend zum Zenith.

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(Alfred Henschke) Klabund

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In diesem Wetter, in diesem Braus

Friedrich Rückert


In diesem Wetter, in diesem Braus,
Nie hätt' ich gesendet die Kinder hinaus;
Man hat sie hinaus getragen,
Ich durfte dazu nichts sagen.

In diesem Wetter, in diesem Saus,
Nie hätt' ich gelassen die Kinder hinaus,
Ich fürchtete, sie erkranken,
Das sind nun eitle Gedanken.

In diesem Wetter, in diesem Graus,
Hätt' ich gelassen die Kinder hinaus,
Ich sorgte, sie stürben morgen,
Das ist nun nicht zu besorgen.

In diesem Wetter, in diesem Braus,
Sie ruhn als wie in der Mutter Haus,
Von keinem Sturme erschrecket,
Von Gottes Hand bedecket.

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Friedrich  Rückert

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Wetter

Ingrid Herta Drewing


Von allem, was nicht abzuwenden,
was man auf Erden muss ertragen,
das uns mit seinen blanken Händen
ergreift, eh’ wir zur Wehr uns wagen,
ist doch das Wetter auch zu nennen.
Es lehrt uns, Hoch und Tief zu kennen.

So wechselvoll in Jahreszeiten
gestaltet ’s unsre Klimazone;
da darf es Flora, Fauna leiten.
Dem Landwirt wohl gereicht ’s zum Lohne,
wenn er sein Handeln danach richtet
und wetterfeste Pflanzen züchtet.

Wir schauen doch als Erdenkinder
auf ’s Wetter alle, mehr und minder,
und stellen uns dann darauf ein;
wie wir uns kleiden, was wir machen,
ob wir verstimmt sind oder lachen.
Bei vielem, was bei uns der Hit,
spielt letztlich auch das Wetter mit.

Das Wetter, das uns täglich zeigt,
dass Menschenmacht sehr häufig schweigt.

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Ingrid Herta  Drewing

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