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Verwandte Gedichte

 Wilhelm Müller, Gefrorne Tränen 
 Binding, Abgeleit 
 Rilke, Tränen, Tränen, die aus mir brechen 
 Heine, Der sterbende Almansor 

 

Gefrorne Tränen

Wilhelm Müller


Gefrorne Tropfen fallen
Von meinen Wangen ab:
Und ist's mir denn entgangen,
Daß ich geweinet hab?

Ei Tränen, meine Tränen,
Und seid ihr gar so lau,
Daß ihr erstarrt zu Eise,
Wie kühler Morgentau?

Und dringt doch aus der Quelle
Der Brust so glühend heiß,
Als wolltet ihr zerschmelzen
Des ganzen Winters Eis.

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Wilhelm  Müller

Wilhelm Müller

Abgeleit

Rudolf G. Binding


So sind der Freuden viel und manche auch der Tränen
entlassen aus nur halberkanntem Innern.
Sie ziehn dahin ins Blau gleich fremden Schwänen,
die ihres Ursprungs kennen kein Erinnern.
Ich starre ihnen nach - bis sie erbleichen
und Freuden Tränen, Tränen Freuden gleichen.

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Tränen, Tränen, die aus mir brechen

Rainer Maria Rilke


Tränen, Tränen, die aus mir brechen,
Mein Tod, Mohr, Träger
meines Herzens, halte mich schräger,
daß sie abfließen. Ich will sprechen

Schwarzer, riesiger Herzhalter.
Wenn ich auch spräche,
glaubst du denn, dass das Schweigen bräche?

Wiege mich, Alter.

Paris, Spätherbst 1913

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Der sterbende Almansor

Heinrich Heine


Auf die schlafende Zuleima
Fallen Tränen, glühend heiße;
Meiner Tränen Flut benetzet
Ihre Hand, die schwanenweiße.

Auf die schlafende Zuleima
Fällt mein Blut in roten Tropfen;
Und sie seufzet schwer im Traume,
Und das Herzchen hör ich klopfen.

Ach! der Schmerz ist stumm geboren,
Ohne Zunge in dem Munde;
Hat nur Tränen, hat nur Blut,
Blut aus tiefer Todeswunde.

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Heinrich Heine

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