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Verwandte Gedichte |  Platen, O Tor, wer nicht im Augenblick den wahren Augenblick ergreift...
 Preuschen, Du hattest Furcht
 Adolf Pichler, Mänade.
 Alois Leopold Altmann, Barden-Lieder - IV.
| | |  | O Tor, wer nicht im Augenblick den wahren Augenblick ergreift...August von Platen O Tor, wer nicht im Augenblick den wahren Augenblick ergreift,
Wer, was er liebt, im Auge hat, und dennoch nach der Seite schweift!
Ihr wähnt, es sei der Freude Schloß für ew’ge Tage stark und fest,
Doch, wenn ihr’s heute nicht besetzt, so seht ihr’s morgen früh geschleift;
Es hat der Sämann ausgesät, doch frißt die Sense nun der Rost,
Des Schnitters Arme sind zu schlaff, was hilft es, ob das Korn gereift?
Die welken Blätter lest ihr auf, da stürmisch der November saust,
O pflücktet Blüten ihr im Mai, wenn aus dem Laub der Vogel pfeift!
Nur der vermag, wie Titus einst, zu rufen: Ich gewann den Tag!
Wer einen süßen Mund berührt, an einen schönen Arm gestreift:
Die Lehre zwar ist alt, ich weiß; doch hat sie mancher nicht befolgt,
Des Grab sich nun im Lenz berost, des Grab sich nun im Herbst bereift.
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|  | Mänade.Adolf Pichler Auf dem Stock den Zirbelzapfen.
Um das Haar den Zweig der Rebe,
Hoch das Kelchglas in der Rechten —
Du Mänade oder Hebe!
Floh'n wir nicht vor den Barbaren
Hin zu Hellas Blüthenstrande,
Warum bietest du des Hopfens
Laub mir spöttisch znr Guirlande?
Text von Adolf Pichler drucken
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|  | Barden-Lieder - IV.Alois Leopold Altmann IV.
Auf, Brüder, auf zur kühnen Schlacht!
Seht ihr, wie schon die Sonn' erwacht?
Des Barden Sang ruft euch mit Macht!
Heut sey das Herrliche vollbracht!
Die Todeswaffe schimmert schon
Dem Feind' im Morgenroth zum Hohn!
Es klirrt das Schwert, der Rache Sohn!
Dem Tapfern lacht des Sieges Lohn!
Auf, Brüder, auf zum kühnen Streit'!
Der Norne sey der Tag geweiht!
Das Loos warf uns die holde Maid,
Das Sieg dem Muthigen verleiht!
Ergreift den hohen Schaft mit Wuth!
Ergreift das Schwert mit Heldenmuth
Und sendet es mit wilder Glut
In unsers Feindes Herzensblut;
Auf, spannt den Bogen fest und straff,
Damit der Pfeil sich schnell entraff' —
Wenn er des Feindes Herzblut traf,
Die Wunde weit und mächtig klaff'!
Text von Alois Leopold Altmann drucken
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