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Verwandte Gedichte

 Ringelnatz, Deutsche Sommernacht. 
 Kempner, O Mensch, Du trittst mit Füßen tausend Wunder 
 Andreas Kley, Bleiche Knie 
 Richard Dehmel, Bitte 

 

Deutsche Sommernacht.

Joachim Ringelnatz


Wenn die Pfirsichpopos
Sich im Sekt überschlagen.
Und der Teufel legt los,
Uns mit Mücken zu plagen.
Und wir füllen einmal reichlich bloß
Einem Armen Tasche und Magen.

Doch es blähn sich Männerbäuche.
Tabakblau hängt sich an Sträuche.
Wenn wir dann die Jacken ausziehn,
Und ein Bratenduft poussiert Jasmin –

In das dunkle Umunsschweigen
Senden zwei entfernte Geigen
Schwesterliche Melodie.
Uns durchglüht ein Urgedanke.
Und es wechseln runde, schlanke
Frauenbeine Knie um Knie.

Und auf einmal lacht die Runde,
Weil ein Herr aus einem Hunde
Hinten einen Faden nimmt.

Wenn dann wirklich alles, alles lacht,
Dann ist jene seltne deutsche Nacht,
Da mal alles stimmt.

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Joachim Ringelnatz

Joachim Ringelnatz

O Mensch, Du trittst mit Füßen tausend Wunder

Friederike Kempner


O Mensch, Du trittst mit Füßen tausend Wunder,
Und tausend Wunder sie umgeben Dich,
Und tausend Wunder in den Lüften fliegen,
O Mensch, und Du beklagest Dich! –

Knie’ nieder in dem weiten Welten-Raume,
Ist’s Tag, so knie’ im goldnen Sonnenschein,
Ist’s Nacht – hoch über Dir die Sterne leuchten,
Und Dein Gebet sei Dank allein!

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Bleiche Knie

Andreas Kley


Es ist Nacht. Die Eulen gleiten
jagend durch den dunklen Tann.
Wölfe mit Geheule schreiten
an erstarrtes Wild heran.

Keiler buhlen um die Bache,
Sechzehnender röhren dumpf,
Reiher halten Totenwache
still und stumm am Föhrensumpf.

Eines Menschen bleiche Knie
ragen dort aus dem Morast.

Später Wanderer, schleiche,
ziehe deines Weges,
weiche, fliehe,
sonst wirst du zur Leiche!

Siehe,
wie die Nacht
den Wald
umfasst!

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Andreas  Kley

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Bitte

Richard Dehmel


Nur: sage "Du" ... ich will ja nie,
nie wieder deine Lippen küssen,
nun wir's gefühlt, so Knie an Knie
gefühlt, daß wir uns lieben müssen.

Das Abendrot umfing so brennend
der Eichen hohe Knospenkette;
wir aber sahen nur, uns trennend,
die schwarzen, ragenden Skelette.

Und nickten doch von vielen Bäumen
schon Blüten unsrer Liebe zu
und erstes, keusches Grün; so träumen,
so nicken Kinder ... sage "Du".

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Richard  Dehmel

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