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Verwandte Gedichte

 Felix Dahn, Germanischer Schlachtgesang 
 Schenkendorf, Schlachtgesang 
 Lappe, Der alte Seeheld 
 Justinus Kerner, Vorwärts! 

 

Germanischer Schlachtgesang

Felix Dahn


Halle, du hohler,
Schirmender Schild,
Schalle du schrecklich, - Schlachtgesang!
Mit uns alle
Asen von Asgardh!
Wodan, du wilder, wüte für uns!
Schlage mit Schrecken
Freißlich die Feinde -
Sende, Siegvater,
Deinen Söhnen den Sieg!
Fülle uns völlig,
Asischer Ahnherr,
Tius, mit trümmernden Trotz!
Lenk' uns die Lanze
Durch Harnisch und Helm,
Brich durch die breiten
Brünnen ihr Bahn, -
Schärfe die Schwerter uns,
Spitze die Speere,
Send' uns den Sieg.

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Felix  Dahn

Felix Dahn

Schlachtgesang

Max von Schenkendorf


An Ernst Graf Kanitz.

Ob Tausend uns zur Rechten,
Zehntausend uns zur Linken,
Ob alle Brüder sinken,
Wir wollen ehrlich fechten.

Zur Rechten nicht noch Linken,
Gen Himmel ist zu schau'n,
Und muthig einzuhau'n,
Wo Feindeswaffen blinken.

Gott kann schon Hilfe senden,
Der Engel Legionen,
Die halten grüne Kronen
Und Waffen in den Händen.

Er schwor bei seinem Leben,
Er steht an unsrer Seiten,
Wenn wir im besten Streiten
Die Häupter zu ihm heben.

Das Kreuz das ist sein Zeichen!
Wer will es niederreißen,
Das tragen alle Preußen,
Die Hölle muß ihm weichen.

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Max von Schenkendorf

Max von Schenkendorf




Der alte Seeheld

Karl Lappe


(Dänisch)

Du graues Meer, du Feld der Schlacht,
Du Heldengrab!
Du bist mir Braut, und liebend lacht,
MW Todesnacht durch Grabeipracht.
Nimm du mich einst, aus Siegesschlacht,
Du Heldengrab!
Und rasch mit mir durch Spiel und Klang,
Und Kampf und Sieg und Schlachtgesang
Hinab.

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Vorwärts!

Justinus Kerner


Neues Wirken, neues Streben
Ist in Menschenbrust erwacht,
Und ein neues frisches Leben
Hebt sich aus der alten Nacht.

»Vorwärts! vorwärts!« hat geheißen
Blüchers mächt'ger Schlachtgesang.
»Rückwärts! rückwärts!« das sind Weisen
Wohl aus Herzen irr und krank.

Kreuz und Adler jüngst noch hießen
Unsre Oriflammen wir,
Und nun sollten wir erkiesen
Einen Krebs zum Siegspanier?

Bürgerssöhne, Ritterskinder
Wurden Brüder im Gefecht,
Und nun ruft ihr: »Der ist minder,
Der ist mehr nach altem Recht!«

Aber hört's! als sie vergossen
Da ihr Blut mit gleicher Ehr',
Ist's in einen Strom geflossen,
Und den teilt ihr nimmermehr!

Die Gleichtapfern, die Gleichfreien
Sammelte das gleiche Haus,
Euer Rückwärts-Rückwärts-Schreien
Ruft sie Arm in Arm heraus:

Daß sie zeigen ihre Wunden,
Blutend neu von euch erweckt;
Wie sie gleichen Tod gefunden,
Wie sie gleiche Erde deckt.

Vorwärts! vorwärts! weiter! weiter
Über Trümmer ewig tot.
Weh, o Bürgerfahne, heiter
In das frische Morgenrot!

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Justinus  Kerner

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