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Verwandte Gedichte

 Nietzsche, Vogel - Urtheil 
 Fallersleben, Das alte Lied 
 Lessing, Der geizige Dichter 
 Marie Itzerott, Der Dichter. 

 

Vogel - Urtheil

Friedrich Nietzsche


Als ich jüngst, mich zu erquicken,
Unter dunklen Bäumen sass,
Hört’ ich ticken, leise ticken,
Zierlich, wie nach Takt und Maass.
Böse wurd’ ich, zog Gesichter,
Endlich aber gab ich nach,
Bis ich gar, gleich einem Dichter,
Selber mit im Tiktak sprach.
Wie mir so im Versemachen
Silb’ um Silb’ ihr Hopsa sprang,
Musst ich plötzlich lachen, lachen
Eine Viertelstunde lang,
Du ein Dichter? Du ein Dichter?
Stehts mit deinem Kopf so schlecht? -
"Ja, mein Herr! Sie sind ein Dichter!"
- Also sprach der Vogel Specht.

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Friedrich Nietzsche

Friedrich Nietzsche

Das alte Lied

Hoffmann von Fallersleben


Die Verschiedenheit der christlichen Religionsparteien kann in den Ländern und Gebieten des deutschen Bundes keinen Unterschied in dem Genuße der bürgerlichen und politischen Rechte begründen. (Bundesakte vom 8. Juni 1815, Artikel 16)

Das alte Lied, das alte Lied,
das ewige Lied vom Unterschied:
Wer nicht des Staates Glauben hat,
an den auch glaubet nicht der Staat.

Du ewig Lied vom Unterschied,
du altes unausstehlich Lied !
Wann beugt noch Engel, Mensch und Vieh
vor einem einzigen Gott das Knie ?

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Der geizige Dichter

Gotthold Ephraim Lessing


Du fragst, warum Semir ein reicher Geizhals ist?
Semir, der Dichter? er, den Welt und Nachwelt liest?
Weil, nach des Schicksals ewgem Schluß,
Ein jeder Dichter darben muß.

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Der Dichter.

Marie Itzerott


Der Dichter läßt die Körner Sand
Durch seine Hände gleiten:
Und siehe, sie werden zu rotem Gold,
Das dauert im Fluge der Zeiten.

Der Dichter streift durch Wintergefild,
Und Sommergeister schweben;
Er sieht hinaus in das nebelnde Thal, —
Und rosig die Lüfte weben.

Der Dichter schaut zum Himmel hinauf
In die Glut der schweigenden Sterne, —
Und es klinget das ewige Sehnsuchtslied
Dahin in die dämmernde Ferne.

Der Dichter sieht in sein eignes Herz:
Da lacht die Liebe darinnen.
O hüte dich, Dichter! — Es möchte dein Sein
In eitel Liebe zerrinnen!

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