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 Brentano, August 1817 
 Bürger, Volker’s Schwanenlied 
 Mayer, Sommerende 

 

August 1817

Clemens Brentano


Einsam will ich untergehn
Keiner soll mein Leiden wissen
Wird der Stern, den ich gesehn
Von dem Himmel mir gerissen
Will ich einsam untergehn
Wie ein Pilger in der Wüste

Einsam will ich untergehn
Wie ein Pilger in der Wüste,
Wenn der Stern, den ich gesehn
Mich zum letzten Male grüßte
Will ich einsam untergehn
Wie ein Bettler auf der Heide.

Einsam will ich untergehn
Wie ein Bettler auf der Heide
Gibt der Stern, den ich gesehn,
Mir nicht weiter das Geleite
Will ich einsam untergehn
Wie der Tag im Abendgrauen.

Einsam will ich untergehn
Wie der Tag im Abendgraun,
Will der Stern, den ich gesehn
Nicht mehr auf mich niederschau[n],
Will ich einsam untergehn
Wie ein Sklave an der Kette

Einsam will ich untergehn
Wie der Sklave an der Kette
Scheint der Stern, den ich gesehn
Nicht mehr auf mein Dornenbette
Will ich einsam untergehn
Wie ein Schwanenlied im Tode.

Einsam will ich untergehn
Wie ein Schwanenlied im Tode
Ist der Stern, den ich gesehn
Mir nicht mehr ein Friedensbote
Will ich einsam untergehn
Wie ein Schiff in wüsten Meer[en]

Einsam will ich untergehn
Wie ein Schiff in wüsten Meeren
Wird der Stern, den ich gesehn
Jemals weg von mir sich kehren,
Will ich einsam untergehn
Wie der Trost in stummen Schmerzen

Einsam will ich untergehn
Wie der Trost in stummen Schmerzen
Soll den Stern, den ich gesehn
Jemals meine Schuld verscherzen,
Will ich einsam untergehn
Wie mein Herz in deinem Herzen.

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Volker’s Schwanenlied

Gottfried August Bürger


Volker’s Schwanenlied

Sonst schlug die Lieb’ aus mir so helle
Wie eine Nachtigall am Quelle.
Nun hat sie meine Kunst geirrt,
Daß jeder Laut zum Seufzer wird.

O Liebe, wundersüßes Wesen,
Wovon die Kranken oft genesen,
Ja Todte schier vom Grab erstehn,
Mich drängest du, in’s Grab zu gehn!

Im Busen hegt’ ich dich so lange,
Wie Jener die erstarrte Schlange.
Dem Busen, der ihr Leben bot,
Gab sie zum Lohne Schmerz und Tod.

Nun, süße Mörderin des Lebens,
O Molly, laß nur nicht vergebens
Mein Flehn, mein letztes Flehen sein:
Vergiß nicht, ach, vergiß nicht mein!

Auf meiner Gruft, wo ich verwese,
Will ich, daß sanftes Mitleid lese:
»Wie Volker liebt’ und litt kein Mann;
Der Hoffnungslose starb daran.« –

Fritz Stolberg, Harfner, der vor Allen
Mir stets von Herzen wohlgefallen,
Mann, der voll Gotteskraft und Geist
So herzlich Tugend liebt und preist!

Dir, Freund, vermach’ ich Kranz und Leier,
Doch nur geweiht zu Molly’s Feier.
Der Name Molly sei verwebt
In jedes Lied, das ihr entschwebt!

Es gilt der Herrlichsten von Allen,
Die unter Gottes Sonne wallen,
Die Volker, der verlorne Mann,
Vom Schicksal nicht erseufzen kann.

Nun sei, o Gott, dem Armen gnädig!
Laß alle Schuld ihn los und ledig!
Laß nie in andern Flammen ihn
Als Flammen seiner Liebe glühn!

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Sommerende

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"Woher? der Wind mit seinem Braus,
Trieb er dich Späten nicht nach Haus?"
Gern staunt' ich diesem Schwanenlied,
Mit dem der schöne Sommer schied.

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