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Verwandte Gedichte

 Gellert, Osterlied 
 Böttger, Osterlied 
 Petzold, Osterlied 
 Julius Sturm, Osterlied 

 

Osterlied

Christian Fürchtegott Gellert


Jesus lebt, mit ihm auch ich.
Tod, wo sind nun deine Schrecken?
Er, er lebt, und wird auch mich
Von den Toten auferwecken.
Er verklärt mich in sein Licht;
Dies ist meine Zuversicht.

Jesus lebt, ihm ist das Reich
Über alle Welt gegeben;
Mit ihm werd auch ich zugleich
Ewig herrschen, ewig leben.
Gott erfüllt, was er verspricht;
Dies ist meine Zuversicht.

Jesus lebt, wer nun verzagt,
Lästert ihn und Gottes Ehre.
Gnade hat er zugesagt,
Daß der Sünder sich bekehre.
Gott verstößt in Christo nicht;
Dies ist meine Zuversicht.

Jesus lebt, sein Heil ist mein;
Sein sei auch mein ganzes Leben.
Reines Herzens will ich sein,
Und den Lüsten widerstreben.
Er verläßt den Schwachen nicht;
Dies ist meine Zuversicht.

Jesus lebt, ich bin gewiß,
Nichts soll mich von Jesu scheiden,
Keine Macht der Finsternis,
Keine Herrlichkeit, kein Leiden.
Er gibt Kraft zu dieser Pflicht;
Dies ist meine Zuversicht.

Jesus lebt, nun ist der Tod
Mir der Eingang in das Leben.
Welchen Trost in Todesnot
Wird er meiner Seele geben,
Wenn sie gläubig zu ihm spricht:
Herr, Herr, meine Zuversicht!

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Christian Fürchtegott Gellert

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Osterlied

Adolf Böttger


Die Glocken läuten das Ostern ein
In allen Enden und Landen,
Und fromme Herzen jubeln darein:
Der Lenz ist wieder erstanden!

Es atmet der Wald, die Erde treibt
Und kleidet sich lachend in Moose,
Und aus den schönen Augen reibt
Den Schlaf sich erwachend die Rose.

Das schaffende Licht, es flammt und kreist
Und sprengt die fesselnde Hülle;
Und über den Wassern schwebt der Geist
Unendlicher Liebesfülle.

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Adolf Böttger

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Osterlied

Alfons Petzold


Jede Furche der Erde spannt
sich in einem neuen Vollbringen,
über das rauchende, schaffende Land
hört man die seligen Lerchen singen.
Aus dem Schollenbrechen der Pflüge,
aus dem Geprassel der fallenden Saat,
aus dem Geklirre der Milchkrüge,
aus jeder werdenden Bauerntat
tönt es hinein in die Stuben der Not:
"Unser die Erde und unser das Brot!"

Alle Steine der Städte sind
von dem Atem der Sonne trunken.
Blüten schleudert der Frühlingswind
in den Kreis der ärmsten Spelunken.
Aus der Räder eisernen Kehlen,
aus der Berge erzenem Schurf,
aus den mächtig durchdonnerten Sälen,
aus jedem werkebeglückenden Wurf
tönt es hinein in die Stuben der Not:
"Unser die Erde und unser das Brot!"

Ostern! Auferstanden der Geist
aus dem toten Gehäuse der Dinge.
seht, wie ein innerer Drang zerreißt
alle menschlichen Ketten und Ringe.
Aus den Stätten zertrümmerter Gräber,
aus dem Schutt veralteter Macht,
aus den Händen der freudigen Geber,
die uns dies herrlichste Ostern gebracht,
tönt es hinein in die Stuben der Not:
"Unser die Erde und unser das Brot!"

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Alfons Petzold

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Osterlied

Julius Sturm


Höher steigt die Ostersonne,
Und ihr warmer goldner Strahl
Weckt zu neuer Frühlingswonne
Sanft das winterliche Tal.

Heimlich schmolz der Schnee am Berge,
Krachend taut das Eis im Fluss,
Und schon bringt die erste Lerche
Mir den Auferstehungsgruß.

Singt sie auch noch über Grüften,
Bricht sich doch das Leben Bahn,
Und schon weht es aus den Lüften
Mich wie Duft von Veilchen an.

Ach, wie schlug mein Herz beklommen,
Bis der raue Winter schwand!
Schöner Lenz, sei mir willkommen,
Schmücke reich mein Vaterland.

Dass es blühend sich erneue,
Schwinge deinen Zauberstab,
Und der Blumen schönste streue
Still auf unsrer Helden Grab.

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Julius  Sturm

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